Wir waren zum Saisonauftakt eingeladen, mit dem Ziel als Netzwerkparterin von Dresden Marketing den Tourismus aktiv mitzugestalten statt nur zubegleiten. Die Vielzahl an Gesprächen, Impulsen und Begegnungen zeigte, wie groß der Wille, gemeinsam etwas zu bewegen.
Ein deutliches Signal kam auch beim Thema Nachhaltigkeit. Der Tourismusverband fordert im aktuellen Positionspapier, nachhaltigen Tourismus als zentralen Bestandteil der gesamten Standortstrategie zu etablieren – insbesondere im MICE-Segment. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass mit der neuen EU-Richtlinie ab 2029 umweltbezogene Aussagen künftig belegbar sein müssen. „Greenwashing“ wird damit faktisch unmöglich.
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Ergänzend wurde deutlich, dass gesellschaftliche Veränderungen neue Potenziale für den Tourismus schaffen – insbesondere im Bereich Ökotourismus. Themen wie mentale und physische Gesundheit, Achtsamkeit, aktive Teilhabe, Slow Travel sowie das Bedürfnis nach authentischen Gemeinschaftserlebnissen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Der Ansatz der Ökointelligenz, also regionale Kreisläufe, nachhaltige Wirtschaftsweisen und Lebensraumqualität, wird dabei zu einem entscheidenden Faktor für die touristische Entwicklung. Dazu passend wurde auch die Bio-Regio Modellregion Oberes Elbland vorgestellt, bei der Die Agenda Kooperationspartnerin ist.
Interessant war Dresden als Reiseziel im nationalen Vergleich: Dresden behauptet sich im Städtevergleich stark. Laut Stadtmarkenmonitor liegt die Stadt aktuell auf Platz 4 hinter Hamburg, Freiburg und München. Gleichzeitig stammen rund 80 Prozent der Gäste weiterhin aus Deutschland – ein Hinweis auf Stabilität, aber auch auf ungenutztes internationales Potenzial. Dieses soll künftig gezielt erschlossen werden: Eine neue Kampagne mit Lufthansa bringt Dresden auf Screens internationaler Flughäfen. Parallel wird die Stadt gemeinsam mit Leipzig und Weimar als „Kulturtrio“ vermarktet. Auch langfristige Projekte wurden angesprochen.
Und zu guter Letzt: Der Fernsehturm soll nach aktuellem Beschluss des Stadtrats 2029/30 eröffnen – ein weiteres Element, um die touristische Attraktivität zu stärken.
