Losdemokratie, wer hat das schon mal gehört? — Die Idee der Losdemokratie hat überraschender Weise schon ihre Wurzeln in der Antike. Bereits im alten Griechenland wurde ein ausgeklügeltes Losverfahren genutzt, um Bürger an politischen Entscheidungen direkt zu beteiligen und öffentliche Ämter zu vergeben. Das war viel mehr, als nur ein Kreuz machen, oder die Stimme abgeben.
Dahinter stand der Gedanke, politische Macht nicht ausschließlich einer kleinen Gruppe von Berufspolitikern zu überlassen, sondern allen Menschen die Möglichkeit zur unmittelbaren Mitwirkung zu geben. Das heißt, es fand auch Austausch zwischen Adligen und Nichtadligen Menschen statt, was man heute nicht sagen kann, wenn man einfach nur einen Zettel in eine Urne werfen soll. Die Losdemokratie knüpft an dieses demokratische Grundverständnis an und entwickelt es für die heutige Zeit weiter.
Vor diesem Hintergrund entstand die Partei „Los Demokratie – Partei für eine starke Bürgerschaft“. Ziel der Partei ist die rechtsstaatlich verbindliche Verankerung von „Losdemokratie“ ins Grundgesetz. Heißt: geloste Bürgerräte sollen regelmäßig und strukturell angewendet werden um klare Entscheidungen zu beschließen, mit denen 100% der Bürgerinnen und Bürger zufrieden sein können.
Auch Berufspolitiker werden sich demnach an diese Beschlüsse halten. Durch zufällig ausgewählte Bürger werden unterschiedliche gesellschaftliche Perspektiven besser in politische Entscheidungen aufgenommen und beachtet. So kann die Landwirtin ihre Erfahrung mit der eines Musikers und eines Handwerkers teilen.
Für Dresden ist das Konzept der Losdemokratie besonders interessant. Die Stadt verfügt über eine aktive Bürgerschaft und steht zugleich vor komplexen Herausforderungen – etwa bei Fragen der Stadtentwicklung, des Verkehrs, des sozialen Zusammenhalts oder des Umgangs mit politischen Spannungen. Ausgeloste Bürgerräte können hier dazu beitragen, unterschiedliche Bevölkerungsgruppen miteinander ins Gespräch zu bringen und gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Dadurch werden politische Entscheidungen transparenter und eine breitere gesellschaftliche Akzeptanz entsteht.
Die Partei „Los Demokratie – Partei für eine starke Bürgerschaft“ sieht in Städten wie Dresden ein wichtiges Anwendungsfeld ihrer Idee. Sie möchte Bürgerinnen und Bürger stärker in politische Prozesse einbeziehen. Damit verfolgt sie das Ziel, die gesellschaftliche Verantwortung und auch das gesellschaftliche Vertrauen wieder herzustellen.
Mehr Informationen zu LosDemokratie findet ihr auf der Website der Partei:
© Losdemokratie – Für eine starke Bürgerschaft
