Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg bietet vom 14. April bis 12. Mai 2026 einen vierwöchigen E-Leaning-Kurs inklusive Web-Talks mit den Leitungen der Datenschutzbehörden in Baden-Württemberg und Sachsen an, der die Rolle digitaler Daten in der Demokratie beleuchtet.
© Landeszentrale für politische Bildung
Während im analogen Alltag – etwa beim Einkauf oder auf dem Weg zum Wahllokal – oft noch erkennbar bleibt, wer Beobachtungen anstellt, bleibt die Sichtbarkeit im digitalen Raum meist verborgen. Der Kurs analysiert daher zunächst persönliche Datenspuren im Netz sowie Möglichkeiten zur Datenvermeidung. Über den Individualschutz hinaus stehen zudem öffentliche Informationen im Fokus: In Behörden verfügbare, oft ungenutzte Daten machen Entscheidungsprozesse transparent und bilden eine essenzielle Basis für Bürgerbeteiligung auf Augenhöhe.
Der E-Learning-Kurs ist aufgeteilt auf vier Module die einen inhaltlichen Überblick über die Bedeutung digitaler Daten für unsere Demokratie geben und wöchentlich freigeschaltet
werden. Der zeitliche Aufwand für den Kurs beträgt ca. drei Stunden pro Woche und kann
individuell bestimmt werden.
Modul 1: Wer sieht mich? Datenspuren sichtbar machen (14. April)
Hat der Staubsauger-Roboter Augen und Ohren? Was bekommt mein Fernseher von mir mit? Plaudern Gegenstände mein Privatleben aus? Es braucht Datenkompetenz, um zu wissen, wer mich sieht!
Modul 2: Ich entscheide, wer mich sieht! Fediverse – das föderierte Internet (21. April)
Wie entscheide ich selber über meine Daten? Wo werde ich nicht von Firmen getrackt? Was ist das Fediverse? Im dezentralen Netzwerk der Vielen ist mehr Selbstbestimmung möglich.
Modul 3: Was sehe ich? Demokratie braucht Informationsfreiheit und Transparenz (28. April)
Was macht meine Kommune? Wie werden parlamentarische Entscheidungen umgesetzt? Wie komme ich an diese Informationen? Bürger:innen haben ein Recht auf Einblick in die Arbeit öffentlicher Stellen und Zugang zu den dort vorhandenen Informationen.
Modul 4: Ich mache sichtbar! Daten für die Demokratie (5. Mai)
Nicht nur öffentliche Stellen verfügen über Daten, die unsere Gesellschaft voranbringen. Auch wir selber können über selbstgenerierte Daten relevante Zusammenhänge sichtbar machen. Wie ist die Luftqualität vor Ort? Welche Vögel singen auf der Wiese? Die Zusammenführung einzelner Daten ermöglicht politische Entscheidungen, zu denen wir beitragen können.
Den Auftakt gestaltet der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit des Landes Baden-Württemberg Prof. Dr. Tobias Keber am 14. April 2026 von 15.30 bis 17 Uhr und führt unter dem Titel „Datenspuren sichtbar machen!“ in das Thema ein.
Den Abschluss bildet die sächsischen Datenschutzbeauftragte Frau Dr. Juliane Hundert mit einem Web-Talk am 12. Mai 2026 von 15.30 bis 17 Uhr.
Die Teilnahmegebühr für den E-Learning-Kurs beträgt 15 Euro.
Weitere Informationen zum Kurs sowie zur Anmeldung gibt es hier:
