Das Bürgerbegehren ‚Fuß- und Radentscheid Dresden‘ wurde am 29.01.2026 vom Stadtrat für ungültig erklärt, da die notwendige Anzahl von 21.500 Unterschriften knapp verfehlt wurde.
Die Initiatoren des Bürgerbegehrens wünschen sich, dass ihre Forderungen dennoch Gehör finden: „In keiner anderen deutschen Großstadt gibt es pro Einwohner so viele schwere Fahrradunfälle wie in Dresden. Dennoch passiert hier seitens der Stadt viel zu wenig.“, so Tobias Spens, der heute als Vertreter der Initiative im Stadtrat eine Rede halten durfte. Kritisiert wird vorallem der lückenhafte Ausbau der Radwege sowie das Fehlen eines sicheren und zusammenhängenden Netzes.
Angesichts der angespannten Haushaltslage wird auf die Kosteneffizienz der Fuß- und Radinfrastruktur verwiesen. Der Bau und Unterhalt dieser Wege ist im Vergleich zu Straßen für den motorisierten Individualverkehr deutlich kostengünstiger. Ein Umstieg auf den Umweltverbund entlastet die bestehende Infrastruktur, reduziert die Feinstaubbelastung und verringert das Stauaufkommen. Voraussetzung für diesen Umstieg ist eine Steigerung der Attraktivität der Fuß- und Radwege. Eine Entlastung der Straßen kommt zudem denjenigen zugute, die auf das Auto angewiesen sind, wie etwa Pflegedienste oder Handwerksbetriebe.
„Wer behauptet, wir könnten uns gute Fuß- und Radwege aktuell nicht leisten,
verkennt die Realität: Wir können es uns nicht leisten, weiterhin das
teuerste Verkehrssystem – den motorisierten Individualverkehr – einseitig
strukturell zu bevorzugen, während jährlich tausende Einwohner Dresdens zu
Schaden kommen und uns die Folgekosten über den Kopf wachsen“, so Spens bei
seiner Rede im Dresdner Stadtrat.
Weitere Informationen zur Initiative Fuß- und Radentscheid Dresden gibt es hier:
