Dresden überarbeitet das Energie- und Klimaschutzkonzept

Bürger*innenbeteiligung mit öffentlichem Klimaschutzforum im Sommer 2021

Die Landeshauptstadt Dresden schreibt das Integrierte Energie- und Klimaschutzkonzept (IEK) fort. „Der Stadtrat hat uns beauftragt, das Klimaschutzkonzept zu überarbeiten. Das Ziel: Klimaneutralität deutlich vor 2050. Nun starten wir den Arbeits- und Diskussionsprozess, um dieses neue Ziel und die notwendigen Maßnahmen zu definieren. Dresdner Unternehmen, Initiativen sowie Fachleute aus der Wissenschaft setzen sich für mehr Klimaschutz in Dresden ein. Diese Impulse wollen wir aufzugreifen“, äußerte sich Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen.

An der Fortschreibung sollen sich sowohl Fachleute, Politik, Verwaltung und Wirtschaft, als auch die Dresdner Zivilgesellschaft beteiligen. Bis zum Sommer 2021 können eigene Ideen und Projekte eingebracht werden. die Schwerpunkte des IEK sind folgende:

  • die energie- und ressourceneffiziente Stadt – energetische Stadtentwicklung im Bestand und Neubau
  • die Stadt als Kraftwerk – erneuerbare Energien effizient für Strom- und Wärmenutzung bereitstellen
  • die Mitmachstadt – klimaschonendes Verhalten im Alltag fördern
  • die Stadt als Kreislauf – Stoffkreisläufe etablieren und den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid senken
  • die dynamische Stadt – Dresden nachhaltig planen und verändern
  • die mobile Stadt – Verkehr klimaschonend entwickeln

Energie- und Klimaschutzkonzept soll bis Sommer 2022 fertig sein

Die Leiterin des Klimaschutzstabes, Ina Helzig, äußerte sich mit großer Hoffnung, gemeinsam mit den verschiedenen beteiligten Akteur*innen bald positive Ziele erreichen zu können. Bis zum Sommer 2022 soll das Konzept fertiggestellt werden, damit es dem Stadtrat zum Beschluss vorgelegt werden kann.

Die Erarbeitung des Konzeptes wurde von einer Auftragnehmer*innengemeinschaft übernommen, die vom Ingenieurbüro Gertec GmbH geleitet wird. Weitere Beteiligte sind Jung Stadtkonzepte als Stadtplaner*innen und Ingenieur*innen, die B-TU Cottbus mit dem Fachgebiet Stadttechnik und die AGFW Projektgesellschaft mbH, die das Thema Fernwärme vertritt. Die Auftragnehmer*innengemeinschaft konnte aufgrund von langjährigen Erfahrung im kommunalen Klimaschutz überzeugen. So haben Gertec und Jung bereits das Klimaschutzkonzept für die Stadt Düsseldorf geschrieben.

Beratungsgremien: Wissenschaftlicher Beirat und Runder Tisch

Die Fortschreibung wird von einem Wissenschaftlichen Beirat und einem „Runden Tisch“ begleitet, zu dem auch die Lokale Agenda Dresden zählt. Die erste Sitzung des Wissenschaftlichen Beirates findet am Dienstag, 27. April 2021, als virtuelles Treffen statt. Daraufhin werden die Mitglieder einmal im Quartal tagen, um Ideen und wissenschaftliche Einschätzungen aus den Bereichen Energie, Verkehr, Klimaschutz, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften einzubringen. Der Runde Tisch dient dazu, eine gute Diskussions- und Kommunikationsbasis für die verschiedenen Akteur*innen, die an der Fortschreibung des IEK beteiligt sind, zu schaffen. So können Schwierigkeiten direkt aufgedeckt werden und breite Abstimmungen können durchgeführt werden.Darüber hinaus ist es den Mitgliedern des Runden Tisches möglich, eigene Ideen und Projekte einzubringen, um so direkt involviert zu sein. Am Runden Tisch nehmen Vertreter*innen aus dem Dresdner Stadtrat, der Stadtverwaltung, der Wirtschaft, der städtischen Beteiligungsgesellschaften sowie von Verbänden und Initiativen teil. Der Runde Tisch trifft sich ebenfalls einmal im Quartal und tagt am Donnerstag, 6. Mai 2021, zum ersten Mal. Die Ergebnisse der Gremienberatungen werden jeweils nach den Treffen veröffentlicht.

Neben dem Runden Tisch können sich die Bürger*innen der Landeshauptstadt Dresden und die umliegenden Regionen ebenfalls über ein Klimaforum im Sommer 2021 beteiligen. Zum Forum wird separat eingeladen.

Besondere Priorität bei der Umsetzung der Klimaschutzziele, kommt dem Treibhausgasausstoß im Dresdner Stadtgebiet zu. Die gesteckten Ziele konnten hier bisher nicht eingehalten werden.

Weitere Informationen zur Fortschreibung des Energie- und Klimaschutzkonzepts gibt es hier.