Zukunftsstadtprojekt: Essbarer Stadtteil Plauen

Seit September 2019 beteiligen wir uns mit einem neuen Agenda-Projekt an der „Zukunftsstadt Dresden“! Dresden wurde 2018 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen eines Städtewettbewerbs neben 7 weiteren deutschen Städten zur „Zukunftsstadt“ gekürt. Ursprünglich bewarben sich 51 Städte um diesen Titel. Dresdens Konzept, die Bürger*innen bei der Gründung und Umsetzung von ganzheitlichen, innovativen und nachhaltigen Projekten zu unterstützen hatte somit Erfolg. Nun beginnt die Förderphase von insgesamt 8 neuen Nachhaltigkeitsprojekten in Dresden, von Mobilität über Bildung bis hin zu Ernährung.

Die Lokale Agenda beteiligt sich mit dem Projekt ‚Essbarer Stadtteil Plauen‘ zum Thema nachhaltige Ernährung. In den nächsten zwei Jahren will das Team rund um unsere Projektkoordinatorinnen Gerda Berger und Nadine Scharf der Frage nachgehen: Wie kann das, was vor der Haustür wächst, von mehr Menschen wahrgenommen und genutzt werden?

Neben einer Bestandsaufnahme aller essbaren Obst- und Wildobstgehölze im Stadtteil Dresden-Plauen möchten wir ein Bewusstsein für frische, saisonale und lokale Ernährung schaffen. „Essbarer Stadtteil Plauen“ will Teil einer Vision sein, bei der eine widerstandsfähige Stadtregion mit einem hohen Grad an Selbstversorgung entsteht. Wir wollen herausfinden, welche Methoden die Bewohner und Bewohnerinnen ermuntern, den essbaren Bestand intensiver zu nutzen und welche privaten sowie kommunalen Flächen für weitere Anpflanzungen verwendet werden könnten. Lokale Kreisläufe sollen gestärkt und eine umweltgerechte Lebensweise verwirklicht werden. Durch verschiedene Aktionen, bei denen wir gemeinsam Lebensmittel direkt im Stadtteil ernten und verarbeiten werden, wird u.A. ein Umdenken des eigenen Energie- und Ressourcenverbrauchs angeregt.

Die Projektkoordinatorinnen Nadine Scharf und Gerda Berger

Das Projekt hat die Funktion eines „Transformationsexperiments“-  d.h. Beteiligungsprozesse werden aktiviert und getestet und es soll unter Begleitung von Forschenden des IÖR am Ende ein Handlungsleitfaden entstehen, der die Ergebnisse des Projektes auf andere Stadtteile/Städte übertragbar macht. Und wer weiß, vielleicht schmückt sich bald die ganze Stadt mit dem Titel „Essbare Stadt Dresden“?

Weitere Infos: https://www.zukunftsstadt-dresden.de/
Facebook https://www.facebook.com/EssbaresPlauen/
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