Bundesfreiwilligendienst bei der Lokalen Agenda!

Antonia Bätzold, Christine Mantu, Mai Trinh, Stefanie Klein v.l. – und Du?

Die Lokale Agenda Dresden ist ein gemeinnütziger Verein, in dessen Namen wir uns für einenachhaltige Stadtentwicklung einsetzen. Dafür orientieren wir uns an den UN-Nachhaltigkeitszielen und arbeiten für deren Umsetzung auf kommunaler Ebene.

Wir verstehen uns als Netzwerkknoten und Katalysator für Nachhaltigkeit in Dresden und unterstützen dahingehend einerseits Initiativen und Engagement für einen nachhaltigen Wandel in der Stadt. Andererseits regen wir wichtige Akteur:inne zu Transformationsprozessen an. Wir tun dies durch Netzwerkarbeit, Kooperationsprojekte und Interessensvertretung für Nachhaltigkeitsthemen auf kommunaler Ebene, aber auch mittels Öffentlichkeitsarbeit. Aktuell sind unsere thematischen Schwerpunkte

  • Wirtschaft,
  • Kultur und Tourismus,
  • Ernährung und Konsum,
  • sowie Mobilität.

Für die Etablierung von nachhaltigeren Prozessen setzen wir auf Kooperation. Darin haben wir in den vergangen Jahren Erfahrung gesammelt, wodurch wir innerhalb eines vielseitigen Akteursnetzwerks agieren. Gleichfalls ist die Lokale Agenda selbst Initiator und Träger von Dresdner Netzwerken. Hierzu zählen u.a. der Ernährungsrat Dresden & Region sowie das Netzwerk Neues Wohnen in Dresden und weitere. Unsere Netzwerkarbeit wurde aufgrund ihrer hohen Potenzials, eine nachhaltigere Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteur:innen zu entwickeln, ausgezeichnet und wir werden diese auch in 2022 weiter ausbauen. Unser Engagement dockt bei kommunalen Unternehmen, der Stadtverwaltung sowie der Stadtpolitik und bei zivilgesellschaftlichen Initiativen an.

Wir streben außerdem an, das Engagement von Bürger:innen Dresdens zu unterstützen und zu befördern und nicht zuletzt eine Veränderung der politischen Rahmenbedingungen zu erwirken.

BFD-Stelle ab Februar zu besetzen! Interesse?

Dies sind deine Einsatzgebiete im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes bei der Lokalen Agenda:

  • Kreierung des monatlichen Newsletters
  • Betreuung der Webseite, inkl. des Veranstaltungskalenders
  • Einblick und Mitarbeit in bestehenden Projekten sowie in Nachhaltigkeitsnetzwerken
  • Planung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen
  • Unterstützung der Geschäftsstelle durch Vor- und Nachbereitung der Tätigkeiten
  • Öffentlichkeitsarbeit: Erstellen von Content in unseren Social-Media-Kanälen, mediale Begleitung unserer Vereinsarbeit

In jedem der Einsatzgebiete steht es dir frei eigene Vorschläge einzubringen. Außerdem kannst du je nach Interessenslage und persönlicher Kapazität deine Ideen zur Förderung nachhaltiger Stadtentwicklung beleben!

Was wir uns von Dir wünschen:

  • Motivation und Begeisterung für das Thema Nachhaltigkeit!
  • Selbstständige Arbeitsweise sowie Erfahrung mit Teamarbeit
  • Erfahrung in der Koordination von Projekten und in Veranstaltungsorganisation
  • Erfahrung mit Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Social-Media-Kanäle, WordPress, Schreiben von Pressmitteilungen)
  • Kommunikatives Geschick in Wort und Schrift
  • Du bist möglichst über 27 Jahre

Die Projektmitarbeit im Rahmen des BFD bietet dir aber zugleich die Möglichkeit deine Fähigkeiten in diesen Tätigkeiten zu schärfen. Deshalb erwarten wir nicht, dass Du all diese Punkte von Beginn an selbständig meistern kannst.

Was wir Dir bieten:

  • Eine interessante und abwechslungsreiche Tätigkeit mit Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten
  • Arbeit in einem Knotenpunkt für das Thema Nachhaltigkeit in Dresden
  • Die Mitarbeit in einem kleinen, engagierten und herzlichen Team
  • Arbeiten auf Augenhöhe und mit großem Gestaltungsspielraum innerhalb der Aufgaben
  • Eine sinnstiftende Arbeit in enger Zusammenarbeit mit vielfältigen Akteur:innen
  • Flexible Arbeitszeiten nach Absprache
  • Arbeitsort ist das Umweltzentrum in Dresden-Mitte
  • Die BFD-Stelle wird regulär vergütet mit 200,- € Taschengeld sowie ggf. dem aktuellen Regelsatz zur Grundsicherung (Hartz IV) und dem Mietkostenzuschuss nach SGB II.
  • Ein BFD läuft je nach Absprache 6 bis 18 Monate

Passen wir zusammen?

Dann schick uns dein Motivationsschreiben und Lebenslauf via E-Mail an

Christine Mantu email hidden; JavaScript is required

Ruf‘ uns gern an, unter (0351) 418959 22.

Wir freuen uns auf Deine Bewerbung!

Dein Lokale Agenda Dresden Team

Wir suchen Unterstützung für 2022!

Damit wir in 2022 weitere Weichen in Richtung Nachhaltigkeit stellen können, brauchen wir Eure Unterstützung!

1) Bitte unterstützt unsere Crowdfunding-Kampagne auf 99funken.de! 

Die Weiterentwicklung unseres Engagements ist nur durch eine starke finanzielle Basis möglich. Unterstützt uns durch Eure Spende oder das Teilen unseres Aufrufes!

2) Werdet (Förder-)Mitglied bei der Lokalen Agenda Dresden! 

Eure Mitgliedschaft im Verein gibt uns nicht nur gesellschaftlichen Rückenwind, sondern ermöglicht uns durch die jährlichen Beiträge eine langfristige Perspektive und Planung. Eine Mitgliedschaft ist für Privatpersonen bereits ab 30 € im Jahr möglich. 

Mehr Informationen zur Gebührenordnung sowie den Mitgliedsantrag  findet Ihr hier

3) Dein Bundesfreiwilligendienst 2022 für ein nachhaltiges Dresden

Wir suchen ab Februar 2022 wieder eine Bufdine/ einen Bufdi für die Lokale Agenda. Du unterstützt den Verein im Tagesgeschäft, hast darüber hinaus aber viel Gestaltungsspielraum eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Du profitierst dabei von unseren Erfahrungen und Ressourcen, insb. unserem vielseitigen Akteursnetzwerk. 

Mehr Informationen findest Du in der Ausschreibung.

4) Erzählt von uns

Teilt unsere Website, abonniert uns bei Facebook und Instagram und helft uns dabei, unsere Arbeit noch stärker in die Öffentlichkeit zu tragen. Wir möchten das bereits bestehende Engagement in Dresden sichtbar machen und noch mehr Menschen motivieren, sich für die nachhaltige Entwicklung in ihrer Stadt einzusetzen. 

Wir freuen uns auf das kommende Jahr und sagen DANKE für alle bisherigen Kooperationen und Projekte für den Schutz von Natur, Umwelt, Klima, für lebendige Kultur, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Bildung für nachhaltige Entwicklung. 

Dezember-Newsletter

Lokale Agenda Dresden Newsletter Dezember 2021

Diesen Monat mit einem Jahresrückblick auf unser Engagement für ein nachhaltiges Dresden in 2021. Es gibt außerdem einen Ausblick auf die nächsten Schritte der Essbaren Stadt Dresden vom Agenda-Netzwerk Ernährungsrat Dresden & Region. Und wie immer sind nachhaltige News aus Dresden und Umgebung enthalten.

An Stelle von Medientipps zeigen wir diesesmal Last-Minute-Geschenkideen, die einen gemeinnützigen Zweck erfüllen, sodass das Geschenk gleich mehrere Adressaten unterstützt.

Viel Freude beim Lesen! Wir freuen uns immer über Anregungen und Terminhinweise für den nächsten Newsletter! Und diesesmal  ganz besonders über eure Teilhabe: Wir haben zur Unterstützung unserer Arbeit einen Spendenaufruf bei 99 Funken gestartet. Für nachhaltige Netzwerke!

Zum Newsletter

Jahresrückblick 2021

Ein Beitrag von Christine Mantu

Ein weiteres ganz besonderes Jahr geht ins Land. Auch im zweiten Jahr der Pandemie setzten wir unsere Arbeit fort. 2021 hat viele Veränderungen für uns, und neue Herausforderungen mit sich gebracht. Wir schauen zurück auf das Willkommenheißen und auf den (temporären) Abschied von Menschen. Wir haben wichtige Weichen für die Zukunft gestellt und kontinuierlich an einem nachhaltigen Dresden weitergeschraubt.

Ein Abschied auf Zeit und neue Gesichter

Die wohl größte Veränderung, die wir in unserem Verein gemeistert haben, war die personelle Umstrukturierung in der Geschäftsstelle. Julia Leuterer ist als Leitung in Mutterschutz und Elternzeit gegangen. Daher wurde Christine Mantu nach einem Auswahlverfahren unseres Vorstand mit den geschäftsführenden Aufgaben betraut. Im Zuge dessen suchten wir nach einer neuen Projektkoordination und entschieden uns für ein neues Gesicht: Mai Trinh. Mai startete als unsere neue Projektkoordination mit vielen innovativen Ansätzen und Ideen. Zusätzlich setzten zwei Bundesfreiwilligendienstleistende Akzente in unserer Arbeit: Ralf Lindner und Annica Kögler. Für die Gestaltung unserer Website haben wir uns auf Zeit Expertise ins Büro geholt. Simon Brandt strukturierte nicht nur die Internet-Präsenz um, sondern half uns zudem interne Abläufe noch besser zu managen. Darüber hinaus brachte er sich inhaltlich ein. Simon und Daria Humburg, unsere  studentische Hilfskraft, arbeiteten an der Mindmap weiter, die wir bereits im letzten Jahr für den Workshop „Dresden was geht?“ entworfen hatten. Nun könnt ihr auf unserer Website im Nachhaltigkeitsnetz Dresdens rumstöbern und für  Kooperationen nach passenden Partner:innen und Prozessen suchen.

Gleichfalls vergrößerte sich das Team des Ernährungsrats Dresden & Region, beziehungsweise des Teams zum Projekt „Essbarer Stadtteil Plauen“  durch die Koordinatorin Antonia Bätzold und der Praktikantin Stefanie Klein.

Unser Team im Wandel 2021

Durch die neue Personalsituation entschieden wir uns, eine erste interne Agenda-Klausur gemeinsam mit den Akteur:innen des Ernährungsrats durchzuführen. Viele neue Impulse, eine gemeinsame Vision und das Euphorie auslösende Wissen darum, dass wir mit größerer Personaldecke viel mehr erreichen können, waren u.a. Resultate der gemeinsamen Tage im Liebethal.

Ein wenig später war es dann so weit und ein ganz besonders süßes Mitglied der Agenda-Familie erblickte das Licht der Welt: Herzlich Willkommen kleine Ela Leuterer!

Neue Prozesse in Dresden:

Wir sind stolz darauf, dass unser Stadtratsantrag für eine Nachhaltigkeitsstrategie in Dresden auf solch positive Resonanz stieß und von allen demokratischen gemeinsam Parteien beschlossen wurde. Noch im Duo konnten Julia und Christine einen Workshop für den Tourismusverband Dresden Elbland durchführen, bevor Dresden Marketing mit Expert:innen und in Verbindung mit einem guten Prozessdesign Dresden in den nächsten Monaten und Jahren zu einer nachhaltigen Tourismusdestination entwickeln wird.

Im Juni durften wir das Symposium „Green Culture“ zum Thema Nachhaltigkeit und Kultur mitgestalten und Input geben. Wir freuen uns, dass die Kulturakteur:innen mit so viel Kreativität und Motivation an das Thema herangehen. Wir werden hier gerne dranbleiben.

Ein weiterer Prozess, den wir in diesem Jahr gestartet haben, ist einer der uns ganz besonders am Herzen liegt und der einen echten Unterschied für die Lebensrealität der Dresdner Bürger:innen machen wird: Die Essbare Stadt kommt. In Zusammenarbeit mit dem Ernährungsrat und dem Projekt Essbarer Stadtteil Plauen haben wir das durch den eku-Preis geförderte Projekt „Aktionsplan Essbare Stadt Dresden“ angeschoben und im Rahmen von drei Veranstaltungen Akteur:innen vernetzt sowie Pläne geschmiedet. 2022 werden wir daran weiterarbeiten und wir haben außerdem vor, eine politische Initiative zu starten, die den praktischen Prozess durch Rückenwind aus Politik und Verwaltung begleiten soll.

Unsere Projekte und Netzwerke laufen weiter

2021 haben wir das Möhrchenheft zusammen mit unseren Partner:innen an 3000 Schüler:innen in Dresden verteilt. Das nachhaltige Hausaufgabenheft erscheint uns in diesen Zeiten, in denen der Schulbetrieb durch die Pandemie immer wieder eingeschränkt ist, wichtiger denn je. Freudvoll durften wir im Juli verkünden, dass das Projekt von RENN.Mitte als Nachhaltigkeitsprojekt 2021 ausgezeichnet wurde.

Natürlich haben wir auch in diesem Jahr unseren Agenda-Wettbewerb durchgeführt. Inzwischen schon zum 22. Mal. 16 Tolle Initiativen haben sich beworben und wir konnten im Rahmen unseres Jahreshighlights, dem UN-Tag, drei Initiativen würdigen:

Wir beglückwünschen die Preisträger:innen und wünschen weiterhin eine erfolgreiche Hand bei Ihren Projekten.

Der UN-Tag war für uns alle ganz besonders aufregend. Für Mai und Simon war es der erste UN-Tag überhaupt und für Christine die erste Festveranstaltung auf der Bühne des Dresdner Rathauses als Moderatorin und Rednerin. Das war definitiv eine herausfordernde Situation für uns alle und wir sind glücklich, dass wir diese so gut gemeistert haben. Der Federweißer im Nachgang schien uns redlich verdient.

Auch in diesem Jahr nahmen wir wieder in Form eines Stadtteilspaziergangs an der europäischen Mobilitätswoche teil. Dafür hatte Mai dieses Mal den Hut auf und sie organisierte einen achtsamen Stadtteilrundgang mit Waldbaden im Nebenstraßennetz und spannenden Inputs von Nadja Müller. Wir erfuhren zum Beispiel, was man alles so an essbarem Stadtgrün vor der eigenen Haustür finden kann. Dies war definitiv das entschleunigendste Highlight dieses Jahres, das wir ebenso mit Federweißer und Zwiebelkuchen ausklingen ließen.

Als Sprachrohr und Moderation in Dresden unterwegs

Natürlich waren wir wieder als Sprachrohr für Nachhaltigkeit in der Stadt unterwegs. Wir nahmen an verschiedenen Podien als Gesprächspartner:innen teil oder moderierten diese: Gleich mehrfach beteiligten wir uns am Umundu-Festival. Bei der Volkshochschule sprachen wir über Nachhaltigkeit in Dresden. Zum N5-Symposium diskutierten wir darüber, weshalb ein gemeinnütziger Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit im Alltag zum Aufstehen motiviert. Bei der Tour der Utopien stellten wir unser Engagement vor.

Wir freuen uns schon sehr auf die bevorstehenden Workshops und öffentlichen Veranstaltungen im nächsten Jahr.

Christine hatte darüber hinaus die Ehre als Mentorin bei Sachsen 125 eine Gruppe zu betreuen, die sich mit dem wichtigen Thema „mentale Gesundheit“ auseinandersetzt. Ihre Gruppe wurde von der Zeitstiftung ausgewählt und mit einem Startgeld von 5000 € bedacht. Nun wird die Arbeitsgruppe an dem Konzept feilen und Christine wird ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die Zusammenarbeit kam über das Common Purpose Programm Median zustande, an dem Christine 2021 teilnahm.

2022 kann kommen

Wir sind jetzt schon fleißig dabei für das kommende Jahr zu planen und schauen voller Zuversicht auf die nächsten Herausforderungen. Zum Beispiel können wir durch die Auszeichnung mit dem eku-Preis neue Netzwerke aufbauen und weiterhin Wissenstransfer zwischen städtischen Akteur:innen generieren. Das heißt, wir möchten 2022 verstärkt nutzen, um Brücken zu bauen und um Menschen miteinander zu verbinden.

Natürlich sind wir auch gespannt auf die Oberbürgermeisterwahl 2022 oder wer die Service-BNE-Stelle in Dresden sein wird! Des Weiteren koordinieren wir die kommende sächsische Landesausstellung BNE.

Gleichfalls werden außerhalb von Dresden in der nächsten Zeit neue Weichen gestellt: Wir sind gespannt auf die Umsetzung des Koalitionsvertrages der neuen Bundesregierung und die Akzente, die der neue Kanzler Olaf Scholz setzen wird. Wir hoffen auf einen starken Fokus für Nachhaltigkeitsthemen und neue Anreize für die Kommunen, um sich zukunftsfähig aufzustellen. Denn für uns ist eins klar: 

„Es ist billiger den Planenten jetzt zu schützen als ihn später zu reparieren“

(EU Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso, 2009)

Wir wünschen euch einen guten Jahreswechsel und einen frischen Start in ein neues Jahr 2022!

Alles Liebe und beste Wünsche,

Eure Agend:innen

Christine, Mai und Annica

Spendenaktion UFER Projekte Dresden e.V.

Ein Beitrag von Annica Kögler

An die UFER-Projekte Dresden kann derzeit im Rahmen einer besonderen Aktion gespendet werden. Denn alle Spenden, die bis 31.12.2021 ausgeführt werden und sich in einem Rahmen bis zu 200 € bewegen, werden von dem Biolebensmittelvertrieb „Bio Company“ verdoppelt.

Unter dem Namen der UFER-Projekte sammeln sich mehrere Gemeinschaftsgärten im Stadtgebiet Dresdens. Die Gärten können hinsichtlich ihrer Diversität an Lebewesen als städtische Oasen bezeichnet werden. Gleichwohl vereint sich in ihnen eine große Nutzungs- und Bildungsvielfalt, die auf den dort stattfindenen gemeinschaftlichen und Anbauprozessen beruht. Neben Tomaten, Erbsen, Schnittlauch und Co. werden hier gleichfalls Erfahrungen an Miteinander und Austausch mit nach Hause genommen. Wissen wird hier geteilt und auch regelmäßig in Form von zahlreichen Workshops weitergeben.

Der Verein UFER-Projekte rief außerdem das Gartennetzwerk ins Leben, eine Kommunikationsschnittstelle zwischen beteiligten Gemeinschaftsgärten sowie Sprachrohr nach außen. UFER ist Träger zahlreicher Bildungsprojekte, wie dem „Jungen Gemüse„, durch welches Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in Schulen stattfindet. Jährlich sind sie an der Organisation der Saatguttauschbörse beteiligt, die nicht nur von Gemeinschaftsgärtner:innen jeden Frühling aufgesucht wird und gut besucht ist. Ein weiterer großer Gewinn für die Stadtgemeinschaft: Sie betreuen einen umfassenden Allmende-Katalog mit z.B. Lasenrädern, Werkzeug, einer Saftpresse, einem mobilen Kompostklo und vielem mehr im Angebot.

Eine Spende unterstützt die Finanzierung all dieser Ideen, inkl. der verwalterischen Aufgaben, der Kommunikation nach Außen und Einbindung von Interessierten, der Deckung anfallender Raummieten sowie dem Angebot an Workshops und Umsetzung von Projekten oder auch der Erweiterung des Allmende-Katalogs. Gespendet werden kann über die Spendenplattform betterplace.org.

Mehr Infos zur Spende von UFER selbst gibt es hier.

November-Newsletter

Lokale Agenda Dresden Newsletter November 2021

Diesen Monat mit dem eku-Zukunftspreis, einer neuen Kooperation, Rückblicken zu unseren vergangenen Workshops und wie immer mit nachhaltigen News aus Dresden und Umgebung.

Diesmal haben wir für euch einen ganz besonderen Medientipp, um gut durch die Winterzeit zu kommen.

Viel Freude beim Lesen! Wir freuen uns immer über Anregungen und Terminhinweise für den nächsten Newsletter.

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Eine kurze Zusammenfassung zur Klimakonferenz in Glasgow

Ein Beitrag von Annica Kögler

Der UN-Generalsekretär António Guterres ist mit dem Ergebnis der COP 26, die dieses Jahr vom 31. Oktober bis 12. November stattfand, nicht zufrieden und auch der Konferenzpräsident Alok Sharma zeigte sich zwischenzeitlich sichtlich erschüttert, berichtet das ZDF.

Erstmals wurde auf der UN-Klimakonferenz der weltweite Kohleausstieg besprochen. Die Vereinbarungen hierzu seien jedoch nicht ambitioniert und verbindlich genug, um einen weltweiten Kohleausstieg zur fristgerechten Erreichung der Klimaziele einzuläuten. Auch die Nutzung des fossilen Brennstoffes Erdgas als Übergangsressource in vielen Staaten ist aufgrund der damit verbundenen Methanemissionen kritisch zu betrachten.

Da das 1,5 Grad-Ziel, auf das sich die Staatengemeinschaft nun final in Glasgow einigte (vorher standen bis zu 2 Grad Celsius zur Diskussion), durch die aktuellen Vorhaben nicht erreicht werden kann, sind die Staaten dazu angehalten bis zur Konferenz im kommenden Jahr ihre Maßnahmen anzupassen und im 5-Jahres-Rhythmus zu berichten.

Zwar einigten sich die Mitgliedsstaaten auf die Bereitstellung von 100 Milliarden US-Dollar für Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen, jedoch wurde das vorangegangene Investitionsziel weder erreicht noch konnte festgelegt werden, wie die aktuell anvisierte Summe zustande kommen wird. Nicht zuletzt benötigten jedoch afrikanische Staaten dringend finanzielle Unterstützung für den Kohleausstieg, so das IPG Journal. Ein weiterer Streitpunkt ist die Kostenübernahme von Klimaschäden, zu der sich die Staatengemeinschaft auch auf dieser Konferenz nicht durchringen konnte. Als Erfolg der Verhandlungen wird der Pakt zwischen USA und China eingeschätzt (ZDF).

Eine weitere Besonderheit der diesjährigen Konferenz geht außerdem aus den Berichten von IPG Journal und Deutscher Welle hervor, wonach hürdenreiche Teilnahmebedingungen sowohl zu einem massiven Einbruch an Verhandlungsbeobachter:innen als auch zu einer Verschiebung der Teilnehmer:innen hinzu einer Mehrzahl an Vertreter:innen aus den Industriestaaten geführt hatte.

Weltweit werden die Treibhausgasemissionen, gemessen an den formulierten Klimazielen, in den nächsten zehn Jahren um 14 % steigen – zur Erreichung des Klimaziels müssten sie jedoch um 45 % im Vergleich zu 2010 sinken (klimareporter.de). Klimaexpert:innen prophezeien deshalb eine globale Temperaturerhöhung von drei bis vier Grad Celscius bis Ende des Jahrhunderts und die damit verbundene Ingangsetzung bestimmter klimatischer Kipppunkte.

Innerhalb der letzten Dekade verringerte Deutschland die Treibhausgasemissionen um lediglich ein knappes Prozent. Für eine im Deutschen Klimaschutzgesetz verankerte Klimaneutralität bis 2045 müssten die Emissionen um weitere 60 % sinken.

Lokale Agenda erhält eku idee – ZUKUNFTSPREIS 2021

Netzwerke für ein nachhaltiges Dresden

Kooperation, Vernetzung und Wissenstransfer sind die Schlüssel für die Umsetzung nachhaltiger Lösungen in der Stadt. Oftmals herrscht kein Mangel an Wissen oder Motivation, sondern an der Zusammenarbeit zwischen entscheidenden Akteur:innen.

Die Lokale Agenda Dresden agiert daher als vermittelndes Bindeglied und Knotenpunkt zwischen Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Unternehmen und der Zivilgesellschaft. Basierend auf unseren langjährigen Erfahrungen in der Initiative und Koordination des Netzwerkes „Grüne Stadt“, bestehend aus kommunalen Mitgliedsunternehmen und städtischen Tochtergesellschaften mit dem Schwerpunkt „Nachhaltiges Wirtschaften“, möchten wir stetig neue Netzwerke schaffen bzw. existierende Netzwerke erweitern. Durch den koordinierten regelmäßigen Austausch und Foren zur kollegialen Beratung möchten wir weitere Kooperationen fördern und somit Synergien für den nachhaltigen Wandel schaffen.

eku - FUTURE PRIZE idea: Hanging Gardens. Facade greening ...

Auszeichnung der Lokalen Agenda Dresden in der Kategorie eku idee Zivilgesellschaft

Unsere Projektidee „Netzwerke für ein nachhaltiges Dresden“ wurde im Rahmen des eku – ZUKUNFTSPREISES 2021 des Sächsischen Staatsministeriums für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) in der Kategorie Zivilgesellschaft ausgezeichnet. Das Preisgeld ermöglicht uns, das Netzwerk der „Grünen Stadt“ der Lokalen Agenda thematisch zu erweitern.

Schwerpunkt Nachhaltige und gemeinwohlorientierte Technologien

Aufgrund der positiven Resonanz hinsichtlich unserer Vernetzungsangebote und der vermehrten Nachfrage möchten wir die kommunale Zusammenarbeit insbesondere im Bereich „Nachhaltige und gemeinwohlorientierte Technologien“ stärken. Wir sehen dahin großes Anknüpfungspotential zu unseren bisherigen Kooperationen im Bereich nachhaltiges Wirtschaften sowie nachhaltige Kultur. Durch den transdisziplinären Austausch und die verstärkte Einbindung von Schlüsseltechnologien in gesellschaftliche und ökologische Problemstellungen möchten wir gemeinsam an nachhaltigen Lösungen für Dresden arbeiten.

Was wir tun

Neben der Akquise von Netzwerkmitgliedern organisieren wir quartalsweise Netzwerkformate für den offenen Austausch zu aktuellen nachhaltigkeitsrelevanten Themen. Im Rahmen der Betreuung des Netzwerkes bereiten wir relevante Informationen auf und bieten Workshops sowie Weiterbildungen zur Etablierung von Nachhaltigkeitsstrategien in Unternehmen an. Unter anderem werden dabei praxisnahe Ansätze und Methoden zu Nachhaltigkeitskommunikation und nachhaltiger Beschaffung vermittelt. Die Bündelung der interdisziplinären Netzwerkexpertise soll effektiv mit der lokalen Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele verknüpft werden.

Die Erkenntnisse aus den Netzwerken werden von uns aufbereitet und zunächst den Netzwerkmitgliedern zur Verfügung gestellt. Das langfristige Ziel ist die Bereitstellung einer Open-Source-Plattform für den übergreifenden Austausch des generierten Wissens.

Wir bedanken uns herzlich beim Sächsischen Staatsministeriums für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) für die Anerkennung und finanzielle Unterstützung unserer Idee sowie vieler weiterer Initiativen aus der Zivilgesellschaft!

Seid dabei

Ihr habt Interesse Teil des Netzwerkes zu werden, oder kennt geeignete Unternehmen? Wir freuen uns auf Eure Kontaktaufnahme!

„Wofür stehe ich morgens auf?“ – Agenda Workshop beim N5-Symposium

Ein Beitrag von Annica Kögler

Einen Workshop zum Thema „Nachhaltigkeit & Berufliche Perspektive“ gab Christine Mantu, Geschäftsführerin der Lokalen Agenda Dresden, beim N5-Symposium am 12. November im Kongresszentrum in Dresden. Unter dem Motto setzten sich die Teilnehmer:innen damit auseinander, wie Nachhaltigkeitsaspekte in ihr Berufsleben Einzug gewinnen können. Es kamen Berufseinsteiger:innen und Student:innen zusammen, die beabsichtigen im Rahmen ihres Berufsalltags einen alltäglichen Gemeinwohlbeitrag zu leisten.

Denn die Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele bedarf nicht zuletzt einer Umsetzung auf unternehmerischer und auf individueller Ebene. Deshalb diskutierten die Teilnehmer:innen zum einen, welche Möglichkeiten sie haben, Nachhaltigkeitspraktiken in ihrem Arbeitsumfeld zu etablieren und zum anderen welche Formen des persönlichen Engagements ihnen außerdem in ihrer Freizeit offenstehen. Christine Mantu berichtete dafür von ihrem jahrelangen Engagement bei IDA e.V., den Grünen/Bündnis 90 und der Lokalen Agenda Dresden und gab einen umfassenden Einblick in die Engagementlandschaft.

In einem nächsten Schritt formulierten die Teilnehmer:innen eigene Ziele und konkretisierten diese durch hypothetische Handlungsschritte. Dabei wurden sowohl bereits bestehende Ideen der Teilnehmenden aufgerollt als auch neue erdacht. Anschließend kam es zum Austausch und Diskussionen in Kleingruppen. Die Teilnehmenden brachten dafür bereits einiges an Vorkenntnissen, praxisnahe Ideen und einen hohen Grad an Motivation mit in die Gesprächsrunden. 

In einem halben Jahr werden sich die Teilnehmer:innen erneut in den Kleingruppenkonstellationen treffen und sich über ihre weiterentwickelten und evtl. bereits erprobten Aktivitäten austauschen. Dieses Format soll die Teilnehmer:innen dabei unterstützen mit Ihren Ideen am Ball zu bleiben und durch den Austausch mit anderen Engagierten weiter bestärkt zu werden.

Das N5-Symposium bietet jährlich eine Plattform für den Austausch zwischen aktuellen Führungspersönlichkeiten und zukünftigen Arbeitnehmer- bzw. -geber:innen zu ausgewählten aktuellen Problemen und Themen der Zukunft.

Klimawende von Oben – Umundu Podium

Am 25. September fand das Podium „Klimawende von Oben“ statt.


Die Podiumsgäste waren

  • Eva Jähnigen (Landeshauptstadt Dresden)
  • Katrin Salchert (Rektorin der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, HTW)
  • Anne-Kristin Römpke (Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens)
  • Anne Neundorf (Deutscher Gewerkschaftsbund).

Unsere Geschäftsführerin Christine Mantu moderierte das Podium, in dem es darum gehen sollte, welche Doppelfunktion Institutionen als Bewahrerinnen von Stabilität und als GestalterIinnen von Zukunft leisten, um wichtige gesellschaftliche Aufgaben unter sich wandelnden Rahmenbedingungen zu erfüllen.

Oktober-Newsletter

Lokale Agenda Dresden Newsletter Oktober 2021

Diesen Monat mit dem UN-Tag, der essbaren Stadt, einem neuen Gesicht und wie immer mit nachhaltigen News aus Dresden.

Viel Freude beim Lesen! Wir freuen uns immer über Anregungen und Terminhinweise für den nächsten Newsletter.

Zum Newsletter geht’s hier entlang!

Der UN-Tag und die Preisverleihung des 22. Agenda-Wettbewerbes

Am 5. Oktober feierten wir als Lokale Agenda Dresden zusammen mit ca. 100 Gästen vor Ort sowie den Zuschauer:innen im Livestream den Tag der Vereinten Nationen und die Preisverleihung des 21. Lokale Agenda Wettbewerbs. Unsere jährliche Festveranstaltung stand 2021 unter dem Motto „Ungleichheiten in Krisen“ und entstand in Zusammenarbeit mit der UNU-FLORES, der Landeshauptstadt Dresden, dem Landesverband der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) in Sachsen, der UNICEF-Arbeitsgruppe Dresden, dem Lions Club Dresden Agenda 21 und der TU Dresden. Gestreamt wurde die Veranstaltung von spur1-music.

Hier kann die Festveranstaltung auch nachträglich angeschaut werden:

Die Band two different begleitete die Veranstaltung musikalisch mit einer wohldosierten Mischung aus einfühlsamen Arrangements und improvisierter Freiheit und entlockten alten Songs damit nochmal ganz andere und eigene Aussagen.

Nach einer kurzen Einführung und Begrüßung der anwesenden Gäste und der Gäste des Livestreams durch die Moderatorinnen Sylvia Maus von der DGVN in Sachsen und Christine Mantu, unserer Geschäftsführerin, folgte eine weitere Begrüßung der Sozialbürgermeisterin Dr. Kristin Kaufmann mit einem kommunalen Ausblick auf das Thema „Ungleichheiten“.

Sie betonte wie wichtig es sei, dass die Schere unserer Ungleichheiten nicht weiter aufklafft. Frau Dr. Kaufmann spannte eine Brücke zum Thema Generationengerechtigkeit und somit auch zum Thema Klimawandel. Sie lud alle Teilnehmenden ein, ihr Wissen und ihre Expertise in diesen Prozess mit einzubringen.

Unsere Keynote-Speakerin Frau Dr. Pia Rattenhuber wurde von Kunal Sen, dem Direktor der UNU-Wider in Finnland, mit einem Grußwort vorgestellt. Dr. Rattenhuber beschäftigte sich dann in ihrem wissenschaftlichen Vortrag mit den Auswirkungen von Krisen auf die Ungleichheiten im globalen Kontext. Die Präsentation ihres Vortrages finden sie unter diesem Link.

Im anschließenden Gespräch kamen die weiteren Gäste moderiert von Sylvia Maus ins Gespräch und beleuchteten das Thema aus ihrer eigenen Arbeitsrealität.

Das Panel:

  • unsere Sozialbürgermeisterin Dr. Kristin Kaufmann,
  • die Geschäftsführerin des Entwicklungspolitischen Netzwerkes Sachsen, Dorothea Trappe,
  • Prof. Dr. Christian Leßmann. Er hält die Professur für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Internationale Wirtschaftsbeziehungen

Die Preisverleihung des Lokale Agenda Wettbewerbes

Nach dem Panel schritt Christine Mantu auf die Bühne und leitete mit einer persönlichen Rede die Verleihung des Lokale Agenda Wettbewerbes ein. Sie betonte, dass wir alle die Möglichkeit haben unsere Position, unsere Privilegien und unsere eigene Stärke zu nutzen anstatt in eine bequeme Ohnmachtshaltung einzunehmen. Christine motivierte die Gäste, sich einzusetzen und sich für Menschen einzusetzen, die eine weniger starke Position haben als sie selbst.

Die ganze Rede findet ihr hier als Video.

Einen der Höhepunkte der Veranstaltung stellte die Preisverleihung des 22. Lokale Agenda Wettbewerbes dar. Insgesamt hatten sich dieses Jahr 23 Initiativen beworben. Nach einer knappen Entscheidung der Jury wurden 2021 folgende, inspirierende Projekte ausgewählt:

Wir beglückwünschen 3 Gewinner:innen des Agenda-Wettbewerbes

Sonderpreis der Umweltbürgermeisterin

Als Sonderpeis hat unsere Umweltbürgermeisterin Frau Jähnigen die AG Nachhaltige Mobilität Dresden Nord ausgewählt. Stellvertretendend überreichte Frau Dr. Kaufmann die Anerkennung im Wert von 1000 €.

Nach der Preisverleihung wurden die obligatorischen Bilder mit den Sponsor:innen und den Preisträger:innen durchgeführt. Wir sind stolz diese tollen Initiativen mit einem Preisgeld von 1000 – 2500 € unterstützen zu dürfen.

Im Anschluss an die Veranstaltung gab es leckere vegane Brezeln auf die Hand und die Möglichkeit mit den preistragenden Initiativen und den anwesenden Gästen ins Gespräch zu kommen.

Wir bedanken uns bei allen Bewerber:innen in diesem Jahr für ihr Engagement, bei allen Organisator*innen und bei den Jurys, Spender*innen und Sponsor*innen für diesen schönen gemeinsamen Abend. Wir freuen uns auf das nächste Jahr!

Die gesamte Veranstaltung kann hier nochmal angeschaut werden:

Stream: Spur1-Music – Thomas Wätzold

HINGESEHEN Filmvorführung „Kiss the Ground“ mit Podiumsgespräch

Die Lokale Agenda schloss sich im Rahmen der HINGESEHEN Filmreihe mit dem Umundu-Festival 2021 zusammen und organisierte im GEH8 in Pieschen eine Filmveranstaltung zu Kiss the Ground mit anschließendem Podiumsgespräch.

Das diesjährige Thema des 13. Umundu-Festivals war „Klima des Wandels“. Unsere Projektkoordinatorin Mai Trinh hat neben der Konzeption und Organisation der Veranstaltung ebenso am Gespräch teilgenommen als Vertreterin des Ernährungsrats Dresden und Region. Die weiteren Gäste waren Julia Mertens von deinHof solidarische Gemüsekoop Dresden sowie Rüdiger Kempe, Landwirt des Familienbetriebs Kempe aus Dittersdorf (Erzgebirge). Moderatiert wurde das Gespräch durch Manuela Jacobs vom Landesverband Nachhaltiges Sachsen e.V..

Die Vertreter:innen der beiden landwirtschaftlichen Betriebe zeigten Einblicke in ihre Arbeitsweisen und ihren Umgang mit Böden, insbesondere in Hinblick auf den Klimawandel. So wurde schnell klar, dass biologische Anbauweisen und konventionelle Landwirtschaft nicht zwingend Gegenpole sind, sondern dazwischen vielfältige Ausprägungen möglich sind. Wir erfuhren von ökonomischen Hürden der Bio-Zertifizierung und Weiterentwicklung insbesondere kleiner Betriebe (u.a. aufgrund nicht verfügbarer oder bezahlbarer Flächen), aber auch von vielseitigen Maßnahmen, die bereits durchgeführt werden und nicht in das Schwarz-Weiß-Bild passen, welches der Film in manchen Teilen erzeugte.

Mai Trinh erweiterte die Perspektive um die Rolle des Zustandes sowie der Nutzungsweise von Böden im urbanen Raum und zeigte den Handlungsspielraum der Stadtbevölkerung auf. Sie stellte außerdem den aktuellen Essbare-Stadt-Prozess in Dresden vor, der eine Schlüsselrolle einnehmen könnte, um den Themen Bodennutzung und nachhaltige Landwirtschaft eine Bühne zu geben und möglichst viele Menschen dafür zu sensibilisieren. Durch die Vernetzung und Zusammenarbeit von Akteur:innen aus Politik, Verwaltung, Unternehmen und Zivilgesellschaft soll somit die nachhaltige Entwicklung Dresdens vorangetrieben und die Verbindung zwischen Stadt und Land gestärkt werden (Informationen zum aktuellen Prozess hier).

Im Kern waren sich alle einig, dass eine möglichst regionale Versorgung und der direkte Bezug zu unseren Lebensmitteln entscheidend ist für eine Ernährungswende und dem Umgang mit dem Klimawandel – auch aus nicht biozertifizierter Landwirtschaft. Besonders viele Fragen aus dem Publikum richteten sich an Rüdiger Kempe, der spannende sowie gut nachvollziehbare Einblicke in seine Arbeitsweisen teilte.

Der Film wurde von einigen Zuschauer:innen dafür kritisiert, Dinge zu vereinfacht, und deswegen nicht korrekt darzustellen. Den Podiumsteilnehmenden hat er dennoch gut gefallen – er hinterlässt das positive Gefühl, dass es umsetzbare Lösungen gibt, und verschiedene Menschen bereit für den nötigen Wandel sind bzw. bereits entsprechende Wege gehen. Er gibt in gewisser Weise Bestätigung, dass man selbst vielleicht schon ein gutes Stück des Weges in die richtige Richtung zurückgelegt hat und motiviert, weiterzumachen.

Bei all der berechtigten Kritik sollte am Ende nicht vergessen werden, dass es sich um keine Fachreportage handelt, sondern eine Form des Edutainments, mit dem Ziel unterhaltsam aufzuklären. Durch die Mitwirkung von populären Schauspieler:innen und die aufwendige Produktion spricht er vor allem auch Menschen außerhalb der „Nachhaltigkeitsblase“ an, Menschen, die sich bisher vielleicht noch nie mit dem Thema Boden beschäftigt haben. Der US-amerikanische Stil mag ebenso Geschmacksache sein. Wir freuen uns jedoch, wenn sich durch den Film angestoßen weitere Menschen auf den Weg machen, sich mit der heutigen Landwirtschaft und der eigenen Ernährungweise zu beschäftigen. Jede inhaltliche Kritik ist wünschenswert, denn sie zeigt ein bereits gesteigertes Bewusstsein zur Problematik und eine vorangegangene Auseinandersetzung mit den Themen. Für alle, die nicht dabei sein konnten: Der Film ist momentan übrigens auf Netflix verfügbar.

Ihr wollt euch weiter einbringen? Der Ernährungsrat Dresden freut sich über Interesse und Mitwirkung an der Gestaltung eines regionalen nachhaltigen Ernährungssystems: email hidden; JavaScript is required

Achtsam durch die essbare Johannstadt – Mobiwoche 2021

Die Europäische Mobilitätswoche 2021 fand unter dem Motto „Aktiv, gesund und sicher unterwegs“ statt und bat wieder ein vielfältiges Programm in Dresden, koordiniert durch den Klimaschutzstab der Stadt Dresden. Wie jedes Jahr beteiligte sich die Lokale Agenda Dresden mit der Organisation einer Kooperationsveranstaltung, diesmal mit der Nachhaltigen Johannstadt 2025, Essbarer Stadtteil Plauen, und der AOK Plus.

Passend zum Jahresmotto kombinierten wir eine sinnliche Wildkräuterwanderung durch die Stadt mit ausgewählten Achtsamkeitsübungen für den Alltag. Dafür konnten wir zwei wunderbare Referentinnen gewinnen: Dr. Nadja Müller, die promotivierte Biologin mit Heilpflanzenausbildung ist, sowie Diana Mirtschink, beruflich tätig an der Uniklinik und Kursleiterin für Waldbaden.

Die Route durch die Johannstadt zeigte nicht nur die räumliche und gestalterische Diversität des Stadtteils, sondern auch die beeindruckende biologische Vielfalt von wilden als auch kultivierten Heilpflanzen. Treffpunkt und Start war am Bönischplatz, inmitten des lauten Verkehrsbereichs. Nach nur wenigen Minuten Fußweg kamen wir am Bönischgarten an, einer kleinen grünen Oase zwischen Plattenbauten. Die rund 20 Teilnehmenden wurden in das Thema Achtsamkeit in der Stadt eingeführt und konnten ihr bereits vorhandenes Wildpflanzenwissen testen.

Der Pfad führte uns nur wenige Meter abseits der Hauptwege zwischen Wohnblöcken und Grünflächen, die so einige Überraschungen zu bieten hatten. Im Normalfall wäre den meisten z.B. diese dekorativen Igelfamilien-Figuren oder das liebevoll angelegte Zierbeet vor dem Hauseingang auf der Pfotenhauerstr. entgangen.

Wir kennen es alle: der Bus fährt einem vor der Nase weg, gefühlt quälend langes Warten an der Bushaltestelle. Die meisten greifen inzwischen zum Smartphone um sich die Zeit zu vertreiben. Den Teilnehmenden wurden Impulse und Methoden an die Hand gegeben, wie sie solche Momente im Alltag besser und achtsam nutzen können.

Im Falle dieser Bushaltestelle fällt dabei auf: der Vietnamesische Garten direkt nebenan. Einst eine triste, ungenutzte Fläche neben Parkplätzen, nahm eine vietnamesische Anwohnerfamilie Spaten und Pflanzen in die Hand und verwandelte die ehemalige Brachfläche im Laufe der letzten Jahre in ein kleines Paradies für alle Sinne. Das taten sie so gut, dass sie auch die Unterstützung der Stadtverwaltung bekamen. Der Garten ist öffentlich jederzeit begehbar und ein Paradebeispiel für eine gemeinwohlorientierte Flächenumnutzung.

Die Route führte uns weiter entlang artenreicher Wiesen voller Heilpflanzen, über den Trinitatisfriedhof als Ort der Ruhe, des Andenkens und Rückzugsmöglichkeit, über wilde Brachen, die ökologisch wertvolle Stadträume für natürliche Sukzession und vielfältige Pflanzen- und Tierarten bieten.

Während des Spazierganges wurde sehr deutlich, wie wichtig die Bewahrung und weitere Förderung von öffentlichem Stadtgrün ist. Stadtnatur bietet Raum für Begegnung, Rückzug, Erholung und Inspiration, für Bildung und u.a. auch die Bereitstellung natürlicher Heilpflanzen. Die grüne Umgebung wirkt sich positiv auf die allgemeine Gesundheit aus und aktiviert zu mehr Bewegung.

Wir hoffen, wir konnten mit der Veranstaltung weiter dazu motivieren, sich zu Fuß auf den Weg zu machen und den eigenen Stadtteil aus einem anderen Blickwinkel zu entdecken. Wer Starthilfe dazu möchte und keinen zeitlich passenden angeleiteten Spaziergang findet, kann sich bereits auf die kommende WebApp des Essbaren Stadtteils freuen. Diese kostenlose Anwendung bietet fertige Spazierrouten entlang essbarer Pflanzen mit weiterführenden Informationen zu deren Verarbeitung. Sie befindet sich derzeit in der Fertigstellung und wird zunächst Routen in Plauen und der Johannstadt beinhalten, perspektivisch sollen Routen im gesamten Stadtgebiet entstehen.

Als Abschluss waren wir zu Gast beim Johannstädter Kulturtreff und ließen den gemeinsamen Abend im Kerzenschein ausklingen. Dazu sponserte die VG Verbrauchergemeinschaft frische Brote von regionalen Bio-Bäckereien. Die Lokale Agenda stellte weitere Leckereien aus der VG bereit und sponserte wie im letzten Jahr bereits die beliebten Zwiebelkuchen aus der BrennNessel.

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Beteiligten, den Partner:innen, Förder:innen, und Teilnehmenden für diese gelungene Veranstaltung bedanken!

Kostenloser Leadership Workshop

Kostenloser Leadership-Workshop für engagierte Menschen aus Sachsen zwischen 18-25 Jahren!

Gefördert von der ZEIT-Stiftung organisiert Common Purpose dieses Jahr zum zweiten Mal das Programm „Sachsen125“. Wenn du Lust hast, die Zukunft des Freistaats mitzugestalten, auf erfahrene Entscheider:innen zu treffen, dein Netzwerk zu erweitern und dich persönlich weiterzuentwickeln, melde dich jetzt an!

Der Workshop findet Anfang November digital statt. Weitere Infos findest du im Flyer sowie auf der Website von Sachsen125. Bei Fragen melde dich gerne direkt bei email hidden; JavaScript is required

Die Preisträger:innen des 22. Lokale Agenda Wettbewerbs

Wir beglückwünschen 3 Gewinner:innen

  • Die Jury des Lokale Agenda 21 für Dresden e. V. hat sich als diesjährigen Preisträger des 22. Agenda Wettbewerbes 2021 in der Kategorie „BNE und gesellschaftliches Miteinander“ für „Essbares öffentliches Stadtgrün“ vom Stadtgärten e.V. entschieden. Herzlichen Glückwunsch zur Auszeichnung! Das Preisgeld von 2.500 € wird von der SachsenEnergie AG gesponsert.

  • Die Jury des Lions Club Dresden Agenda 21 hat sich als diesjährigen Preisträger des 22. Agenda Wettbewerbes 2021 in der Kategorie „Nachhaltige Kinder- und Jugendprojekte für die „Mission Mobbing Mops“ von der Social Web macht Schule GmbH entschieden. Herzlichen Glückwunsch zur Auszeichnung! Das Preisgeld von 2.500 € wird vom Lions Club Dresden Agenda 21 gesponsert.

Die Preisträger:innen der 2 Jury-Preise

Wir möchten allen Initiativen unseren herzlichen Dank für Ihre inspirierenden Beiträge bei der öffentlichen Projektvorstellung am 9. September aussprechen! Für uns war es eine gelungene Veranstaltung, die Mut macht und zeigt wie vielfältig das Engagement in Dresden ist.

Wie im letzten Jahr fand die Projektvorstellung im Torhaus des Umweltzentrums unter Einhaltung der Hygienebestimmungen des Landeshauptstadt statt. Die Projektvorstellungen fanden nach Kategorien getrennt nacheinander statt. Aus jedem Projekt hatten zwei Vertreter:innen die Möglichkeit, ihr Projekt vor den Jurys zu präsentieren.

In der Kategorie Bildung für nachhaltige Entwicklung und gesellschaftliches Miteinander wurden 5 Initiativen und Vereine nominiert und eingeladen, ihre Projekte vor den Vorstandsmitgliedern der Lokalen Agenda 21 für Dresden vorzustellen.

In diesem Jahr waren dies folgende Projekte:

  • Essbares öffentliches Stadtgrün des Stadtgärten e.V.
  • Eine Welt = Deine Welt – Globales Lernen, Lokales Können des arche nova e.V.
  • Bürgerentscheid für ein klimaneutrales Dresden von DresdenZero
  • Nachhaltigkeit unternehmen! des Sukuma Arts e.V.
  • Political Art Days des Cambio e.V.

In der Kategorie Nachhaltige Kinder- und Jugendprojekte präsentierten 4 ausgewählte Vereine und Unternehmen ihre Projekte den Mitgliedern des Lions Club Dresden Agenda 21.

  • Mission Mobbing Mops: Edubreakout im Klassenzimmer der Social Web macht Schule GmbH
  • Ich bin wählerisch! des Aktion Zivilcourage e.V.
  • AG Weltreise Essen & Cambio AG des Cambio e.V.
  • Lacrima des Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Im Anschluss an die Projektvorstellungen haben sich die beiden Jurys des Lokalen Agenda 21 für Dresden e. V. und des Lions Club Dresden Agenda 21 beraten und sich für die diesjährigen Preisträger:innen entschieden. Die Entscheidung ist den Jurys wirklich nicht leicht gefallen.

Die feierliche Preisverleihung findet am 05. Oktober im Rahmen des UN Day 2021 im Rathaus statt.

Die Veranstaltung kann in diesem Jahr auch wieder im Live-Stream verfolgt werden.

September-Newsletter

Unser September-Newsletter ist da! Wir melden uns aus der Sommerpause zurück und präsentieren Euch, woran wir in den vergangenen Monaten fleißig gearbeitet haben.

Dieser September ist ein ganz besonderer Monat für uns. Nicht nur finden viele unserer Kooperationsveranstaltungen wie die Mobilitätswoche und das Umundu-Festival statt, wir blicken auch gespannt auf die anstehende Klimawahl.

In diesen dynamischen Zeiten suchen wir wieder nach Unterstützung! Bei uns ist ab sofort eine Bundesfreiwilligendienststelle zu besetzen. Sagt es gerne weiter oder bewerbt Euch!

Diesmal haben wir auch gleich zwei Medientipps für Euch vorbereitet, die kostenlos zum Stream oder Download verfügbar sind. Viel Spaß beim Reinschauen!

Einmal hier entlang bitte!

Abstimmung Publikumspreis eröffnet!

Der 22. Lokale Agenda Wettbewerb geht langsam aber sicher in die heiße Phase. Vom 30. August bis 20. September könnt Ihr an dem Online-Voting für den Publikumspreis zum Thema „Ungleichheiten“ teilnehmen.

Gesponsert wird das Preisgeld in diesem Jahr erneut von der Stadtentwässerung Dresden GmbH.

Entscheidet mit eurer Stimme, wer dieses Jahr im Rahmen des 22. Lokale Agenda Wettbewerb ausgezeichnet wird! Zur Abstimmung stehen dieses Jahr folgende Vereine:

  • CSD Dresden e. V.
  • Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen (ENS) e.V.
  • Jüdischer Frauen Verein Dresden e. V.

Solltet Ihr noch nicht wissen was genau der Lokale Agenda Wettbewerb ist, dann informiert Euch hier.

Unter dem Teilnahmelink findet Ihr eine kurze Vorstellung der drei nominierten Vereine.

Jetzt abstimmen

Quartiermeister fördert Projekte in Dresden

Das Sozialunternehmen Quartiermeister fördert seit mittlerweile zehn Jahren soziale Projekte in der Nachbarschaft. Die niedrigschwellige Fördermittelvergabe unterstützt insbesondere kleine Nachbarschaftsprojekte, die sich lokal zum Wohle aller einsetzen. Euer Vereinsheim braucht mal wieder einen neuen Anstrich? Ihr würdet euch gern Equipment für die nächste Veranstaltung zulegen? Ihr möchtet den Aufwand eurer ehrenamtlichen Mitglieder entschädigen oder den Eigenanteil in einem Antrag decken? All das ist mit der 1.000 Euro Förderung von Quartiermeister möglich!

Bewerbungsfrist ist der 15. September 2021.

Ein Projekt kommt für die Förderung infrage, wenn es…

  • lokal ist, also vor Ort seine Wirkungsstätte hat.
  • sozial ist und sich für gesellschaftlichen Mehrwert einsetzt.
  • Andere zur gesellschaftlichen Teilhabe befähigt.
  • integrative Ziele verfolgt.
  • zugänglich für viele unterschiedliche Menschen ist.
  • nachhaltig ist und langfristig Wirkung erzielen möchte.
  • nach dem Ende der Onlineabstimmung (ab dem 1. November) umgesetzt wird

Alle Infos hier
Hier entlang direkt zum Förderantrag

Weltklimarat (IPCC) Bericht 2021

Das Bundesministerium für Umwelt (BMU), Naturschutz und nukleare Sicherheit und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellten im August 2021 den neuen Bericht des Weltklimarats (IPCC) vor.

Aufgabe des Weltklimarats ist es, regelmäßige Berichte über den aktuellen Wissensstand bezüglich des Klimawandels bereitzustellen. Ziel ist, dass Regierungen dadurch mit Informationen versorgt werden, die sie zur Entwicklung ihrer Klimapolitik nutzen können. Im Bericht werden alle relevanten Informationen aus der Forschung zusammengetragen, wodurch Ursachen, Folgen und Risiken des Klimawandels aufgezeigt werden können. Da der IPCC nicht selbstständig forscht, sondern vorrangig die Aussagen einer Vielzahl an Sachstandsberichten, den IPCC Assessment Reports, zusammenfasst, werden diese anhand von detaillierten Verfahrensregeln wissenschaftlich bewertet und eine verlässliche und umfasende Informationslage wird hergestellt. Durch die nötige Zustimmung der Mitgliedstaaten zum IPCC Gewicht werden dessen Aussagen zusätzlich großes Gewicht verliehen.

Eine deutsche Zusammenfassung der Hauptaussagen des Berichts kann auf der Seite des BMBF gefunden werden. Im Bericht geht es vor allem darum, dass sich der Einfluss des Menschen auf das Klima inzwischen deutlich nachweisen lässt und durch den dadurch bedingten Klimawandel Auswirkungen, die sich in Form von Wetterextremen auf der ganzen Welt zeigen, entstehen. Durch den Bericht wird ebenfalls deutlich, dass sich viele Klimawandelfolgen heute kaum noch vermeiden lassen. Wir, als Staatengemeinschaft, können uns jedoch auf die Folgen vorbereiten und anpassen!

Gerade durch die vergangenen Ereignisse, wie die katastrophalen Überschwemmungen in Deutschland, anhaltende Dürre und Hitzewellen in Sibirien, Griechenland und der Türkei, ist der Klimaschutz zur überlebensnotwendigen Aufgabe geworden. Der Bericht des Weltklimarats ist also wieder einmal ein Warnsignal. Doch noch ist es nicht zu spät. Uns bleibt die Möglichkeit durch gezielte Finanzierung und gezieltes Engagement die Erderwärmung zu begrenzen. Mit einer raschen Abkehr von Kohle, öl und Gas und dem Ausbau von grünen Energieproduzenten (Sonne, Wind und Wasserstoff) kann der Ausstoß von Treibhausgasen minimiert werden.

Da die Verantwortung für den Klimawandel dem Menschen deutlich nachgewiesen werden konnte und wir auf eine radikale Reduzierung des CO2 Gehalts in der Luft angewiesen sind, müssen wir alle gemeinsam am Ziel, den Klimawandel zu verlangsamen, arbeiten. Durch Dialoge, Forschung und fortschreitende Entwicklung ist dies möglich.

Die weiteren Bände des Berichts des Weltklimarats werden im März 2022 veröffentlicht. Bis dahin findet ihr weitere Informationen hier und auf der Webseite des BMBF.