November-Newsletter

Nachhaltige News im November

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Das Jahreshighlight – Die Festveranstaltung zum UN Tag mit Preisverleihung des 23. LA Wettbewerbs

Am 03. November feierten wir als Lokale Agenda Dresden zusammen mit ca. 120 Gästen vor Ort, sowie weiteren Online-Teilnehmenden, den Tag der Vereinten Nationen und die Preisverleihung des 23. Lokale Agenda Wettbewerbs. Unsere jährliche Festveranstaltung stand 2022 unter dem Motto „Kultur des Friedens“ und entstand in Zusammenarbeit mit der UNU-FLORES, der Landeshauptstadt Dresden, dem Landesverband der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) in Sachsen, der UNICEF-Arbeitsgruppe Dresden, dem Lions Club Dresden Agenda 21 und der TU Dresden. Gestreamt wurde die Veranstaltung von spur1-music. Über den bestehenden Link kann die Veranstaltung des UN-Days 2022 nachträglich angesehen werden.

Musikalisch wurde die Veranstaltung von Sukwoo Kang und Jisu Park begleitet, welche uns eine Mischung aus verschiedenen Stücken boten.

Den Livestream zum nachschauen, findet ihr hier.

Moderiert wurde der Abend von Christine. In einer kurzen Begrüßung stellte sie das Programm vor.

Dem Fokusthema „Kultur des Friedens“ wollten wir uns durch unterschiedliche Perspektiven nähern – von der kommunalen bis hin zur Perspektive der Vereinten Nationen.

Erstere wurde eingeleitet durch ein Grußwort der Amtsleiterin des Bürgermeisteramtes, Kerstin Zimmermann.

Frau Zimmermann legte hierbei ihren Fokus auf die kleinen Ärgernisse im Leben, die einer Kultur des Friedens bereits oft im Weg stehen und rief zu einer Dialogbereitschaft, um eine friedlicheres Miteinander zu pflegen, auf.

 

Nach dieser Ansprache gingen wir über zu der globalen Perspektive. Als Keynotesprecherin geladen war  Dr. Angela Kane. Sie ist als ehemalige Hohe Repräsentantin der Vereinten Nationen eine Expertin in Abrüstungsfragen. Im Fokus ihres Vortrages standen die Herausforderungen die wir als Menschheit nun vor uns haben und die Notwendigkeit einer systemischen Veränderung.

Es gibt Probleme, die gefährlich sind, wenn man sie zu lange allein lässt. Nicht nur Krieg und
Frieden, Rüstungskontrolle, sondern ich denke an Terrorismusbekämpfung, den Weltraum,
CyberBedrohungen, die Arktik, das Klima. Alle diese Themen sind international überschreitend,
kennen keine Grenzen und alle erfordern Zusammenarbeit, Dialog, einen kontinuierlichen
Austausch zwischen Beamten, Hochschulen und der Zivilgesellschaft, der nicht nur
möglicherweise, sondern hoffentlich zu einem Verständnis der Kultur des Friedens führt.

Frieden ist das Grundziel der Vereinten Nationen. Eine Kultur des Friedens ist nicht nur ein
Bekenntnis, sondern gibt uns auch einen politische Handlungsimpuls. Frieden ist zerbrechlich
und das Streben nach Frieden ist ein andauernder Prozess nicht etwas, das man an einem Tag
des Jahres aufgreift und dann beiseitelegt. Wir müssen ständig daran arbeiten; nicht nur an
uns, sondern vor allem auch mit den jüngeren Generationen.“

Die ganze Rede findet ihr hier. 

Im Anschluss gab der Lehrstuhlinhaber für Völkerrecht der TU Dresden und Direktor des Zentrums für Internationale Studien, Herr Prof. Dr. Dominik Steiger einen Impuls. Er fokussierte sich vor allem auf die Charta der Vereinten Nationen und stellte die These auf, dass diese sehr wohl militärische Hilfe im Falle eines Angriffskrieges legitimiere. Hier bezog er sich auch auf die militärische Situation in der Ukraine. Er führte aus, dass die Charta nicht pazifistisch sondern wehrhaft sei und dass der Weltfrieden in der Ukraine verteidigt würde.

„Wenn wir eine Kultur des Friedens wiederherstellen wollen, müssen wir, ganz im Einklang mit der Charta, zum Kriege rüsten, so paradox und fürchterlich es klingt. Alles andere wäre eine Kultur des Krieges, die keiner wollen kann.“

Nachdem wir den beiden Inputgeber:innen gespannt zuhören durften, moderierte Prof. Dr. Edeltraud Günther eine Diskussionsrunde zwischen Dr. Angela Kane und Prof. Dr. Dominik Steiger. Hierzu hatten Teilnehmende die Möglichkeit im Vorfeld Fragen einzusenden. 

Die Preisverleihung des 23. Lokale Agenda Wettbewerbes

Im Anschluss an das Panel, hörten wir den zweiten Song von Sukwoo Kang und Jisu Park. Eine koreanische Arie, die uns alle mit Staunen zurücklies.

Christine leitete mit einer persönlichen Rede zur Preisverleihung des 23. Lokale Agenda Wettbewerbes über. Sie erzählte von ihrer Fahrt an die ukrainische Grenze und forderte die Zuhörenden auf, sich in ihrem täglichen Umfeld für eine Kultur des Friedens einzusetzen.

Als Menschen sind wir zum Besten und zum Schlechtestens fähig, das hat die Geschichte gezeigt. Jeder von uns hat beide Seiten, aber wir können ein Fundament legen, dass das Beste in uns kultiviert, dass Kooperation statt Konkurrenz fördert. Und: Wir können uns immer wieder neu entscheiden. Wir können entscheiden, wer wir sein wollen und dann danach handeln.

(…) Eine Kultur des Friedens können wir nicht damit erzeugen, dass wir auf die anderen zeigen, die Kriege führen oder den Amazonas abholzen.

Auf zivilgesellschaftlicher Ebene ist Zusammenarbeit ein Muss. Es gibt so viele Menschen, die ihre Zeit und ihre Kraft investieren, um eine Kultur des Friedens möglich zu machen. Die Stadt ist voller guter Vorbilder, da lohnt es sich ein bisschen näher hinzuschauen.

Genau aus diesem Grund haben wir als Lokale Agenda für Dresden in diesem Jahr wieder 3 Preise in 3 Kategorien für den Lokale Agenda Wettbewerb ausgeschrieben und waren gespannt, welche inspirierenden Projekte sich bei uns melden. Wie auch schon in den letzten Jahren trudelten wieder eine Vielzahl von Bewerbungen bei uns ein. Die Leidenschaft und das Engagement welche diese Projekte in Dresden ausleben ist fasziniere und es ist total motivierend zu sehen, was Menschen bewirken können, wenn sie an etwas glauben. 

Ich habe das Gefühl, viele Menschen pendeln zwischen „Ist eh alles zu spät“ und „Wird schon nicht so schlimm werden“. Beides bringt uns in eine bequeme Ohnmachtshaltung, bei der wir nichts mehr tun müssen. Oder eh nichts tun können. Aber wir können etwas tun und das zeigen viele Menschen mit Ihrem Einsatz Tag für Tag – weltweit.
Wir können direkt vor unserer Haustür beginnen. Es fängt in der Begegnung  zwischen zwei Menschen an und geht weiter zwischen zwei Gruppen. Auch hier auf kommunaler Ebene können wir mit einer Kultur des Friedens und
des Respekts viel bewirken. Meinung ist wichtig. Ego ist zerstörerisch.“ 
Die ganze Rede findet ihr hier.

 

 

 

Die Gewinner:innen der ersten Kategorie, Bildung für Nachhaltige Entwicklung und gesellschaftliches Miteinander, werden vom Vorstand der Lokalen Agenda für Dresden ausgewählt. Der Preis von 2500 € wurde auch in diesem Jahr wieder von der SachsenEnergie AG gesponsert und stellvertretend für die Jury von unsere Vorständin Frau Corynn Müller übergeben.

Eine Besonderheit in diesem Jahr: Der Preis wurde geteilt und einem Thema gewidmet – dem gesellschaftlichen Miteinander. Ausgezeichnet wurden:

Der Preis in Höhe von 2500€ in der zweiten Kategorie, Nachhaltige Kinder- und Jugendprojekte, wird inzwischen seit 23 Jahren vom Lions Club Agenda 21 gesponsert und verliehen.

Der Präsident, des Lions Club Dresden Agenda 21, Lars Misterek, übergab stellvertretend für die Jury des Lions Clubs den Preis an den Kolibri e.V. für das Projekt „Die kleinen Friedenstauben“. 

Die dritte Kategorie ist der Publikumspreis. Das diesjährige Fokusthema für den Publikumspreis ist „Kultur des Friedens“. In einem vierwöchigen
Online-Votum konnte unsere Online-Community für die nominierten Projekte abstimmen.
Der Preis von 1000 € wurde erneut von der Stadtentwässerung Dresden gesponsert und stellvertretend von Sandra Klemt an die diesjährigen Gewinner, das Montagscafé, übergeben.

Der Abend endete mit einem leckeren Buffet und Raum zum Austausch aller Anwesenden im Dresdner Rathaus.

Es war wie immer ein gelungener Tag der Vereinten Nationen. Wir danken allen Organisator:innen, Institutionen, Sposor:innen, Preisträger:innen für die gelungene Veranstaltung und blicken mit Vorfreude auf das nächste Jahr! 

Wieder mitspielen

von Julia Leuterer

18 verrückte Monate liegen hinter mir und – auf ganz unterschiedliche Arten und Weisen – hinter uns allen. Nach meiner Schwangerschaft im Winter 2020 und einer Geburt, die natürlich anders lief als geplant, begrüßten mein Partner Matthias und ich im Juni 2021 unsere Tochter Ela auf dieser Welt.

Danach ließen wir alles ganz langsam angehen und wurden dabei sehr von unseren Mitbewohner:innen, unseren Familien und Freund:innen unterstützt. Die Zeit mit Ela ist voller neuer Erfahrungen, Unbekanntem, Unsicherheiten und Lachen. Inzwischen läuft sie – auch rückwärts und seitwärts – fängt an zu sprechen und hat 16 Zähne. Die letzten 18 Monate kommen mir vor wie mehrere Jahre. Nicht nur wegen unserer neuen Situation als Familie, sondern auch wegen den rasanten Wandlungen auf unserer Welt, den negativen wie den positiven. Ich bin immer noch dabei, all die Veränderungen wahrzunehmen, einzuordnen und mein neues Ich im neuen Jetzt kennenzulernen.

Deswegen hatte ich mich für einen langsamen Wiedereinstieg bei der Lokalen Agenda entschieden. Um den Übergang bewusst wahrzunehmen und das zunehmende Loslassen für Ela und mich möglichst sanft zu gestalten. Im November und Dezember 2022 arbeite ich daher nur dienstags. Ab Januar 2023 werde ich dann wieder mit 20 Wochenstunden für die Lokale Agenda aktiv sein.

Ich freue mich darüber, mit den Augen meiner Tochter unsere Welt und auch mich wieder einmal neu sehen zu lernen. Ich freue mich darauf, Ela bald von meiner Arbeit für ihre Zukunft erzählen zu können – in kurzen, einfachen Sätzen.

Oktober-Newsletter

Nachhaltige News im Oktober

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Landesausstellung BNE in Sachsen 2022/23

In diesem Jahr übernahm unsere Projektkoordinatorin Mai Trinh die Kuration und Koordination der Landesausstellung BNE in Sachsen. Die Ausstellung zeigt jedes Jahr Projekte und Initiativen aus ganz Sachsen, die sich in allen Bildungsbereichen für eine nachhaltige Entwicklung vor Ort einsetzen.

Visionen für 2030 – Heldengeschichten von heute

Unter dem Motiv der Heldenreise begaben wir uns auf die Suche nach BNE-Projekten aus allen Bildungsbereichen, die zum Mit- und Nachmachen anregen. Ausgewählt wurden 12 Projekte, die über ihre Ziele, Visionen, Herausforderungen und Verbündete erzählen.

Nach der feierlichen Eröffnung im Kulturpalast Dresden in Kooperation mit der Zentralbibliothek wandert sie Ausstellung nun an verschiedene Orte in Sachsen.

Dies sind die bisherigen Ausstellungsorte (vorbehaltlich weiterer Orte und Änderungen):

  • Zentralbibliothek im Kulturpalast Dresden vom 15.-27.09.22
  • Herbstempfang der Lokalen Agenda Dresden am 28.09.22
  • Stadtentwässerung Dresden 29.09. – 21.10.22
  • Freie Schule Schwepnitz 05.11.-03.12.22
  • Gymnasium Dresden Pieschen 3.12.-20.12.22
  • Landesamt für Schule und Bildung, Lehrerausbildungsstätte Dresden 3.01.-23.01.2023
  • Thomas-Mann-Gymnasium Oschatz 23.01.-03.02.23
  • DPFA Schulen gGmbH, Bildungsstätte Leipzig 27.02.-10.03.23
  • Don Bosco Jugendwerk Burgstädt 13.03.-26.03.23
  • Stadtverwaltung Plauen in Kooperation mit Hufeland Oberschule (April 2023)
  • (TU Dresden Ende Juni – geplant)

Ihr habt geeignete Räumlichkeiten und möchtet die Ausstellung nutzen? Schreibt uns eine Mail mit dem gewünschten Ort und Zeitraum an email hidden; JavaScript is required.

Die Nutzung ist kostenlos, lediglich der Transport vom vorherigen Ausstellungsort sowie Aufbau sind selbst zu organisieren.

Alle Links sowie die Ausstellungsbanner als PDF-Version findet ihr hier.

Auf Instagram habt ihr die Möglichkeit zu kommentieren und auf dem Laufenden zu bleiben.

Die Ausstellung wird gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Kultus (SMK) sowie die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU).

Rückblicke und Inspirationen der vergangenen Ausstellungen findet Ihr bei der Landesstiftung Natur und Umwelt.

Die Gewinner:innen des Lokalen Agenda Wettbewerbs stehen fest

We have a winner, oder besser gesagt 4.

Sowohl unsere Jurys als auch unser Publikum haben sich entschieden. Nominiert wurde in drei Kategorien:

  1. Bildung für nachhaltige Entwicklung und gesellschaftliches Miteinander (Preisgeld 2.500 EURO, gesponsert von SachsenEnergie AG)
  2. Nachhaltige Kinder- und Jugendprojekte (Preisgeld 2.500 EURO, gesponsert vom LIONS Club Dresden Agenda 21)
  3. Publikumspreis 2022 mit dem Jahresthema „Kultur des Friedens“ (Preisgeld 1.000 EURO, gesponsert von Stadtentwässerung Dresden GmbH, Mitglied der Lokalen Agenda)

Wie wir euch ja letzte Woche schon verkündet hatten, haben sich die Jurys in die ersten beiden Kategorien für folgende Projekte entschieden:

1.Kategorie: Dresdner Migrationsgeschichten: Frauen*stimmen sichtbar machen“ des Ausländerrats Dresden e.V. und dem Projekt „Metro_polis“ des metro_polis n.e.V.

 2. Kategorie: „Kleine Friedenstauben“ – Kolibri e.V.

Glückwunsch an alle drei Projekte für diese Auszeichnung!

Auch unser Publikum hatte die Möglichkeit seine Stimme miteinzubringen. Die letzten Wochen über konnte auf unserer Website zwischen 4 Nominierten in der 3. Kategorie abgestimmt werden:

  • Telegram Info-Channel „Hilfe Ukraine“
  • „Elbemagazin“ Elbe Multimedia Plattform e.V.
  • Generationenschmiede“ Kaleb Dresden e.V.
  • „Montagscafé – ein interkulturelles Forum für alle“ Förderverein Staatsschauspiel Dresden e.V.

Auch wenn die Wahl sicherlich keine leichte war, da alle Projekte eine wertvolle Arbeit hin zu einem friedlicheren Dresden leisten, hat sich unser Publikum für ein Projekt entschieden – das Montagscafé.

Wir gratulieren euch und bedanken uns für eure tolle Arbeit und den Begegnungsraum, den ihr für Menschen in Dresden schafft!

Außerdem bedanken wir uns herzlichst bei allen Beteiligten, die dazu beigetragen haben, dass der Wettbewerb stattfinden kann. Unsere Sponsor:innen, unser Publikum und vor allen Dingen allen Projekten, die sich bei uns beworben hatten! Wir schauen schon mit Freude auf den UN-Tag am 03.11 bei welchem wir die Preise verleihen werden. Die Veranstaltung ist für alle Interessent:innen offen. Kommt also gerne vorbei – mehr Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung findet ihr hier.

Auf einen fairen Kaffee vor dem Dresdner Rathaus

Am 19. September luden wir, gemeinsam mit dem Bündnis Dresden fair.wandeln, dem Ökumenischen Informationszentrum Dresden e.V. und der Landeshauptstadt Dresden zu einer Fairen Kaffeetafel vor dem Rathaus ein.

Seit fünf Jahren trägt die Stadt Dresden den Titel „Fairtrade Town“. Dieses Jubiläum nahm das
Bündnis zum Anlass für ihre Einladung. Etwa 60 Teilnehmende versammelten sich vor der Goldenen Pforte, um sich bei einer Tasse fair gehandeltem Kaffee über einen gerechteren Welthandel und eine nachhaltige Beschaffung der Landeshauptstadt zu informieren.
Georg Clauß, Sprecher des Bündnisses, begrüßte die Anwesenden und stellte fest: „Wir freuen
uns seit fünf Jahren Fairtrade Stadt zu sein, aber wir möchten, dass dem Titel mehr Taten folgen.
In den letzten fünf Jahren gab es außer einem vagen Stadtratsbeschluss und einigen
Mitarbeiterschulungen keine strukturellen Fortschritte beim Einkauf der Stadtverwaltung. Andere
Städte, wie Leipzig, Markkleeberg oder Pirna gehen da schon längst mutigere Schritte.“
Das Bündnis Dresden fair.wandeln setzt sich dafür ein, den fairen Handel und nachhaltigen
Konsum auf lokaler Ebene zu fördern. So wurde neben fairem Stadtkaffee und fairer
Stadtschokolade gemeinsam mit anderen Initiativen auch der Dresdner Nachhaltigkeitsstadtplan
Dresden FairPlant ins Leben gerufen. Die Initiative wird getragen durch eine Steuerungsgruppe, die sich aus Vertreter*innen der Stadtverwaltung, Einzelhandel, Gastronomie, Zivilgesellschaft, Kirche
und Politik zusammensetzt.

Das Thema nachhaltige Beschaffung steht nicht nur in Dresden auf der Tagesordnung. Im Laufe
des Jahres soll auch das sächsische Vergabegesetz, welches den rechtlichen Rahmen für den
öffentlichen Einkauf der Landeshauptstadt bildet, novelliert werden. Zwar steht eine Reform des
Gesetzes bereits seit 2014 im Koalitionsvertrag, doch passiert ist bisher wenig. Dabei belegen
Studien vom Umweltbundesamt und der Arbeitsgemeinschaft der Eine-Welt Landesnetzwerke,
dass Sachsen deutschlandweit mit Schlusslicht bei der nachhaltigen Beschaffung ist. Die Allianz
SACHSEN KAUFT FAIR setzt sich für die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Kriterien
bei dem Einkauf von Landes- und Kommunalverwaltungen, Kirchgemeinden und kirchlichen
Einrichtungen ebenso wie öffentlichen Institutionen und staatlichen Unternehmen in Sachsen ein.

Begleitung der afrikanisch-deutschen Partnerschaftskonferenz

Vom 19. – 23. September fand im Dresdner Rathaus die deutsch-afrikanische Partnerschaftskonferenz statt.

Wir wurden von Engagement Global angefragt, ob wir begleitend zur Konferenz am Anreisetag nachhaltige Stadtteilrundgänge planen und durchzuführen könnten. Da die Konferenz auch in der Mobi-Woche lag und wir anlässlich zur Europäischen Mobilitätswoche jedes Jahr Stadtteilrundgänge anbieten, haben wir uns dazu entschieden diese Touren als Kooperationsveranstaltung umzusetzen. Ebenso reizte uns die Möglichkeit den Delegierten Dresden aus nachhaltiger Perspektive und aus unserem Blickwinkel zeigen zu können.

Wir haben also 6 Touren organisiert. 3 Touren sollten die Neustadt zum Thema „Nachhaltiger Konsum“ und 3 Touren die Johannstadt zum Thema „Essbare Stadt“ erkunden.

Los ging es vor dem Premier INN, an dem wir die Delegierten abholten. In einer Traube von Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern, die zum Teil gerade einen sehr langen Flug hinter sich hatten, versuchten wir die Teilnehmenden den 6 Gruppen, je nach Sprachpräferenz, zuzuordnen. Wir hatten einige Simultandolmetscher:innen vor Ort, die die Touren auf Französisch, Englisch und Portugiesisch übersetzten. Dafür wurden wir mit Headsets und Mikros ausgestattet. Andere Tourguides übersetzten ihre Tour selbst auf Französisch oder Englisch.

Dann starteten die Gruppen.

In der Neustadt besuchten wir den Umsonstladen und den Lose Laden und erhielten spannenden Input, welchen die Dolmetscher:innen übersetzten. Natürlich haben wir auch noch selbst ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert und über die Neustadt als alternatives Viertel sowie die Arbeit der Agenda und der Nachhaltigkeitsszene in Dresden berichtet.

In der Johannstadt führten die Routen durch die Internationalen Gärten, in denen ein Input von Chris Bärisch folgte, und an der 102. Grundschule vorbei, bei der ein Mitarbeiter des Projektes „Match-Up“ einen Input über energieeffizientes Bauen und Sanieren referierte. Eigentlich hatten wir noch einen weiteren Stopp am Bönischgarten geplant, an dem uns Andrea Schubert erwartete, aber die zeitliche Verzögerung am Anfang war einfach nicht mehr reinzuholen.

Für uns waren die Gespräche mit den deutschen und afrikanischen Delegierten sehr wertvoll und wir haben uns sehr über das Feedback gefreut. Wir danken auch allen Tourguides, die  die Touren flexibel, unkompliziert und spannend durchgeführt haben. Fast alle Guides waren aus der Nachhaltigkeitsbubble und haben den Menschen einen ganz persönlichen Einblick geben können.

Und auch wir haben etwas gelernt: Als es auf der Tour zu regnen begann, stellten wir uns unter. Christine entschuldigte sich für die Umstände und das miese Wetter. Wir berieten, ob wir nun mit der Bahn fortfahren sollten. Ein Delegierter aus Ruanda sagte: Der Regen ist ein „Blessing“ für uns und unsere Tour. Wir sollten uns darüber freuen. Wir setzten die Tour also nass und frohen Mutes fort und brachten alle Menschen sicher zurück ins Premier Inn.

Danke liebes Team von Engagement Global für dieses Experiment und euer Vertrauen. Es war wirklich schön für uns diese Erfahrung mit euch machen zu dürfen!

 

Der erste Herbstempfang der Lokalen Agenda

120 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Kultur und Wissenschaft waren mit dabei

Unser erster Herbstempfang am 28. September war für uns ein riesiger Erfolg! Nachdem wir uns aufgrund von unvorhersehbaren Wetterverhältnissen leider nicht wie geplant im Sommer zusammenfinden konnten, haben wir kurzerhand entschieden, dass wir uns davon nicht beirren lassen und im Herbst zusammen kommen. Wir haben uns sehr über die zahlreichen Gäste gefreut, die sich an diesem Abend auf den Weg in den Sektor Evolution gemacht haben, um mit uns die Erfolge unseres Vereins zu feiern und gemeinsam in die Zukunft zu blicken.

Pünktlich zum Beginn der Veranstaltung hatte der Regen aufgehört, sodass wir unsere Gäste auf dem Außengelände des Sektors mit Federweißer willkommen heißen konnten. An dieser Stelle herzlichen Dank an die VG Verbrauchergemeinschaft Dresden für das Teilsponsoring des Federweißers! Musikalisch wurde dieser schöne Auftakt des Abends von Manuela Franke an der Handpan begleitet, auch an sie an dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön!

Nachdem alle schon etwas ins Gespräch gekommen waren, ging es dann im Zelt mit der Begrüßung durch unsere Geschäftsführerin, Christine Mantu, weiter. In ihrer Rede rief sie dazu auf die Veränderung hin zu einer nachhaltig agierenden Stadt aktiv mitzugestalten. Darüber hinaus betonte sie noch einmal wie wichtig Kooperation und Vernetzung dabei sind, gemeinsame Ziele zu erreichen. So war auch dieser Abend nur Dank vielseitiger Kooperation und Unterstützung möglich. Ohne die Kooperation mit dem Sektor Evolution, die uns bei unserem ersten Herbstempfang tatkräftig unterstützt haben, hätten wir das Event niemals so auf die Beine stellen können! An diesem wichtigen Kulturort Dresdens, der vor einigen Monaten nur knapp den Flammen entkommen ist, gemeinsam feiern zu können, war etwas ganz besonderes. Wir danken euch!

Nach der Begrüßung durch Christine, schloss sich unser Baubürgermeister Stephan Kühn mit einem Grußwort an. In diesem stellte er die herausragende Rolle der Lokalen Agenda zur Vernetzung von Zivilgesellschaft, Verwaltung, Politik und Wirtschaft in Dresden heraus. Er selbst begleite die Lokale Agenda schon seit ihrer Gründung im Jahr 1998. Abschließend sprach er noch ein großes Lob an den Verein aus, der seit vielen Jahren dafür arbeitet, dass das Thema Nachhaltigkeit von einer breiten Masse als wichtig und dringend wahrgenommen wird.

Der letzte Part der Begrüßung wurde von Stephan Philipp vom Sektor Evolution übernommen, welcher direkt im Anschluss unsere Gäste durch die Räumlichkeiten des Sektors führte, der durch den Großbrand im Juni diesen Jahres fast zerstört worden wäre. Wie durch ein Wunder haben die Räume des Sektors den Brand jedoch größtenteils unbeschadet überstanden und vor kurzem konnte bereits die Wiedereröffnung gefeiert werden.

Nach der eindrucksvollen Führung durch den Sektor bot sich unseren Gästen die Möglichkeit, am reichhaltigen Buffet den Teller mit vegetarisch-veganen Speisen füllen. Auch das Buffet war eine Kooperationsleistung: in diesem Fall vom Palais Café und LiebEtVoll, die bei ihren Produkten großen Wert auf Nachhaltigkeit legen. Bei Speis und Trank kamen unsere Gäste dann gut in den gegenseitigen Austausch. Auch unsere Netzwerke: der Ernährungsrat, die Grüne Stadt, das Netzwerk Neues Wohnen in Dresden und Dresden fair.wandeln waren vertreten und standen zum Gespräch bereit. In den Innenräumen hatten wir zudem noch die Landesausstellung BNE aufgebaut, die in diesem Jahr von uns kuratiert wurde und in den kommenden Monaten als Wanderausstellung durch Sachsen zieht.

Wir haben uns sehr über das große Interesse an unserem Verein gefreut und darüber, dass wir unser Netzwerk stärken und vielleicht auch noch die ein oder andere Person dazu gewinnen konnten. Uns bleibt der Abend auf jeden Fall in sehr guter Erinnerung!

Zuletzt möchten wir uns noch einmal bei allen beteiligten Kooperationspartner:innen für eure Unterstützung bedanken und vor allen Dingen auch bei unseren Sponsoren, ohne die dieser wunderbare Abend nicht möglich gewesen wäre: der Stadtentwässerung Dresden GmbH, den Dresdner Verkehrsbetrieben AG, dem Steuerbüro Detlef U. Müller-Greven und  der VG Dresden.

Die Projektvorstellung des Lokalen Agenda Wettbewerbs war ein Erfolg!

Nachdem sich die letzten Monate über verschiedene Projekte aus ganz Dresden für den Lokalen Agenda Wettbewerb anmelden konnten, fand letzten Donnerstag die Vorstellung der nominierten Projekte statt. Der Wettbewerb ist in drei Kategorien unterteilt, wobei sich die Vorstellung nur auf die ersten beiden Kategorien „Bildung für nachhaltige Entwicklung und gesellschaftliches Miteinander“ und „Nachhaltige Kinder- und Jugendprojekte“ bezog. Für uns war es ein Tag mit einigen unerwarteten Turbulenzen. Aufgrund der Bombenentschärfung in der Friedrichstadt mussten wir ganz spontan vom Torhaus auf die alte Umweltbibliothek ausweichen. Wir waren die erste Veranstaltung die seit dem Umbau in diesen Räumlichkeiten, dem Lichthof, stattgefunden hat und haben uns dort sehr wohl gefühlt. Bei leckeren Snacks und warmen Getränken führte uns Christine durch den Abend. Die Projekte hatten jeweils 5-7 Minuten Zeit für eine Vorstellung begleitet von Fragen aus der Jury und dem Publikum.

                                                 

In der ersten Kategorie waren folgende Initiativen nominiert:

  • „Dresdner Migrationsgeschichten: Frauen*stimmen sichtbar machen“ – Ausländerrat Dresden e.V.
  • „cleema App“ – cleema GmbH
  • „POP UP Radweg – Carolabrücke #Lückenschluss #GeRADeaus“ – Verkehrswende Dresden
  • „Metro_polis“ – metro_polis n.e.V.
  • „PALAIS.BIENEN“ – Bienenkollektiv eG i.G.
  • „Schwarzer Garten“ Pyrolyse / Terra Preta / CO²Senke – KGV „Flora I“ e. V

Die Jury entschied sich dieses Jahr, den Preis zu splitten und einem Thema zu widmen – dem gesellschaftlichen Miteinander. Wir gratulieren dem Projekt „Dresdner Migrationsgeschichten: Frauen*stimmen sichtbar machen“ des Ausländerrats Dresden e.V. und dem Projekt „Metro_polis“ des metro_polis n.e.V.

Über „Dresdner Migrationsgeschichten: Frauen*stimmen sichtbar machen“:
„In unserem Projekt werden Frauen* mit Flucht- und Migrations­erfahrung als ehrenamtliche Stadt­führerinnen* aktiv. An Orten in Dresden, die mit ihren Biographien verknüpft sind, erzählen sie ihre persönlichen Geschichten und sprechen über Themen wie das Ankommen in Dresden und ihre Flucht. Somit sensibilisieren sie eine breite Öffentlichkeit für ihre spezifischen Erfahrungen und Perspektiven, räumen mit geschlechts­spezifischen Stereotypen auf und setzen sich aktiv gegen Rassismus ein.“ Hier gelangt ihr zu ihrer Website –  wie wäre es mal mit einer etwas anderen Tour durch Dresden?


Fatema Khabour; Foto: Susanne Keichel

Über „Metro_polis“:
„metro_polis ist ein Gesprächsprojekt in Dresden, das dort stattfindet, wo Menschen jeden Tag versammelt sind: in den Straßenbahnen unserer Stadt. Der Name metro_polis verbindet die zwei wesentlichen Elemente des Projekts miteinander: métro (frz. für Straßenbahn) und pólis (griech. für Stadtgesellschaft).
Ziel ist es, Menschen zu den Themen in Austausch zu bringen, die sie bewegen und dabei Antworten auf folgende Fragen zu finden: Wie kann gesellschaftlicher Diskurs konstruktiv in einer Zeit der zunehmenden Verständigungslosigkeit gestaltet werden? Und wie können möglichst viele Menschen daran teilnehmen?
Die DVB, die metro_polis unterstützt, stellt zur Durchführung des Projekts drei Sitzgruppen im hinteren Abschnitt einer Bahn zur Verfügung. Pro 4-er Sitzplatzgruppe wird es eine moderierende Person geben, die die Gespräche begleitet.“ Hier erfahrt ihr mehr über das Projekt.

In der zweiten Kategorie „Nachhaltige Kinder- und Jugendprojekte“ waren nominiert:

Die Jury in dieser Kategorie, der Lions Club Dresden Agenda 21, hat sich als diesjährigen Preisträger für den Kolibri e.V. entschieden mit dem Projekt „Kleine Friedenstauben“. Herzlichen Glückwunsch!

Als Reaktion auf die verheerenden Folgen des Krieges in der Ukraine stellte der Kolibri e.V. binnen kürzester Zeit ein kostenloses Angebote für Vorschul- und Grundschulkinder aus der Ukraine, aber auch für alle Kinder, die Interesse daran haben auf die Beine. Dieses bietet eine Vielzahl an Lernmöglichkeiten: 
2X wöchentlich Deutschunterricht
2X wöchentlich Ukrainischunterricht
2X wöchentlich musikalische Früherziehung
2X wöchentlich Tanzensemble „Kleine Friedenstaube“, das im Aufbau begriffen ist.

Alle Kurse werden von ausgebildeten Lehrkräften und Pädagogen durchgeführt.

                     

Wir bedanken uns bei allen Menschen und Projekte, die sich beteiligt haben. Für uns war es eine Veranstaltung die Mut macht, und zeigt wie vielfältig und kreativ ein gemeinsames Engagement in Dresden aussehen kann. Wir hoffen ihr inspiriert damit auch andere Menschen, Ideen umzusetzen und mitzuwirken bei der Entwicklung hin zu einem nachhaltigen Dresden.

Bis zum 13.10.2022 könnt ihr auch noch bei der dritten Kategorie, dem Publikumspreis, abstimmen. Das Thema dieses Jahr „Kultur des Friedens“. Hier geht’s lang zur Abstimmung.

Jetzt zum UN-Tag am 03.11 im Rathaus anmelden!

Ab sofort könnt ihr euch für den UN-Tag 2022 anmelden! Seid dabei und diskutiert mit Experten und Teilnehmern Wege eine Kultur des Friedens zu schaffen und erlebt die Preisverleihung unserer Lokale Agenda Wettbewerbs live mit! Link zur Anmeldung findet ihr unten.


Herzliche Einladung
zur Festveranstaltung zum Tag der Vereinten Nationen 2022 mit Preisverleihung des 23. Lokale Agenda Wettbewerbes

Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden

die Direktorin von UNU-FLORES
Frau Prof. Dr. Edeltraud Günther

die Lokale Agenda für Dresden
laden Sie herzlich zur

Festveranstaltung zum Tag der Vereinten Nationen 2022 mit Preisverleihung des Lokale Agenda Wettbewerbs – Fokusthema: „Kultur des Friedens“


am Mittwoch, dem 03. November 2022, um 18 Uhr,

im Plenarsaal des Neuen Dresdner Rathauses, Rathausplatz 1,
01067 Dresden und im Livestream ein.

In diesem Jahr holen wir für unsere Kooperationsveranstaltung Dr. Angela Kane, eine ehemalige Hohe Repräsentantin für Abrüstungsfragen der Vereinten Nationen, nach Dresden. Mit ihr möchten wir diskutieren, wie wir friedensstärkende Strukturen langfristig etablieren können und was kommunal zur Erreichung des Nachhaltigkeitszieles 16 (Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen) beigetragen werden kann.

Die anschließende Preisverleihung des 23. Wettbewerbes der Lokalen Agenda würdigt Initiativen für ihr Engagement im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung Dresdens.

Keynote:

Dr. Angela Kane kann auf eine lange und bemerkenswerte Karriere (mehr als 35 Jahre) bei den Vereinten Nationen zurückblicken, in der sie vor Ort und in New York tätig war. Unter anderem war sie Untergeneralsekretärin und Hohe Repräsentantin für Abrüstungsfragen der Vereinte Nationen (UN) und Mitglied (2016-2019) und Vorsitzende (2019-2022) des Rats der Universität der Vereinten Nationen (UNU). Derzeit ist sie Sam Nunn Distinguished Fellow bei der Nuclear Threat Initiative in Washington DC.

Diskussionspartner im Panel:

Prof. Dr. Dominik Steiger (Professur für Völkerrecht, Europarecht und Öffentliches Recht an der Technischen Universität Dresden)

Anmeldung

Eine Anmeldung ist erforderlich. Aufgrund der begrenzten Platzanzahl im Plenarsaal des Rathauses bitten wir um eine verbindliche Anmeldung.

Anmeldung unter https://flores.unu.edu/UNDay

Ein Einblick ins Team und die Arbeit des Lokalen Agenda für Dresden e.V.

Bei der Lokalen Agenda arbeiten wir tagtäglich daran, Dresden bei einer Entwicklung hin zu einer nachhaltigen Stadt zu unterstützen. Unsere Ziele sind es, Begeisterung für einen nachhaltigen Wandel zu wecken, Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, Dialoge zu initiieren und das Engagement für ein zukunftsfähiges Dresden zu stärken. Mit dieser Mission ist der Lokale Agenda für Dresden e.V. bereits seit 24 Jahren unterwegs. Gegründet wurde der gemeinnützige Verein 1998 von Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Forschung, Kultur und Umwelt. Er besteht aus einer Geschäftsstelle im Umweltzentrum, mit Mitarbeiterinnen, die das operative Geschäft, Projekte und Netzwerkarbeit koordinieren und durchführen. Dahinter steht unser Vorstand, unsere Mitglieder und ein großes Netzwerk, das sich aus verschiedenen kommunalen Akteur:innen zusammensetzt.

In unserer täglichen Arbeit befassen wir uns neben eigenen Projekten und Workshops, wie zum Beispiel dem Möhrchenheft, vor allen mit Netzwerkarbeit zu unterschiedlichen Themen. Wir sind Trägerverein für Netzwerke und Bewegungen in Dresden wie den Ernährungsrat, NWID (Netzwerk Neues Wohnen in Dresden), die Grüne Stadt und die Essbare Stadt.
Unser Anliegen hierbei ist es Menschen und Informationen zusammen zu bringen. So stärken wir Kooperationen, können Konkurrenzprinzipien überwinden und insbesondere eine Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichsten Akteur:innen der Stadt schaffen.

Unser Team besteht aus vier fleißigen Menschen – Christine, Mai, Gregor und Helena-Sarah. Im Folgenden stellen wir uns, unsere Rolle und unsere Motivation ein Teil der Lokalen Agenda zu sein etwas genauer vor.

Christine Mantu, Geschäftsführerin

„Als Projektkoordination bin ich 2018 in unserem Verein eingestiegen und vertrete nun die Geschäftsführung. Meine Position dient als Schnittstelle zwischen der Geschäftsstelle und unserem Vorstand, der Stadtpolitik und der Verwaltung.Um der gesellschaftlichen Spaltung in Dresden entgegenzuwirken, müssen wir Foren für Begegnungen auf Augenhöhe und Verständnis füreinander schaffen und nicht zuletzt eine gemeinsame Sprache entwickeln. Ich möchte meinen Teil zu einer nachhaltigen und progressiven Entwicklung meiner Umgebung beitragen und freue mich das bei der Lokalen Agenda für Dresden beruflich umsetzen zu können.“

Mai Trinh, Projektkoordinatorin

„Seit April 2021 unterstütze ich die Lokale Agenda Dresden als Projektkoordinatorin. Meine Arbeit konzentriert sich auf die Mitkoordinierung des Ernährungsrates. Dies beinhaltet beispielsweise die Organisation von Bildungsworkshops im Japanischen Palais. Die letzten Monate lag mein Fokus hauptsächlich auf der Kuration der BNE-Ausstellung.
Mit den vielfältigen Akteur:innen des Lokale-Agenda-Netzwerkes möchte ich Formate schaffen, die inspirieren und dazu ermutigen ehrlich hinzuschauen, Utopielust zu spüren und selbstwirksam zu werden. Denn ich bin überzeugt, dass Menschen Teil der Lösung sein möchten. Wie können wir im 21. Jahrhundert ein gutes Leben für alle ermöglichen? Was wollen wir dafür erschaffen, bewahren, oder hinter uns lassen? Diesen spannenden Wandlungsprozess gilt es gemeinsam zu gestalten.“

Helena-Sarah Godlinski, Assistenz der
Geschäftsstelle und Öffentlichkeitsarbeit

„Seit Mai 2022 bin ich Teil der Lokalen Agenda für Dresden e.V.. Als Assistenz der Geschäftsstelle und Öffentlichkeitsarbeit konzentriert sich meine Arbeit vor allen Dingen auf die Interaktion mit unserem Netzwerk hier auf Instagram und weiteren Kanälen. Der Newsletter und der Lokale Agenda Wettbewerb wird ebenfalls von mir betreut.
Bei der Lokalen Agenda ist es mir ein Anliegen Menschen Freude am Thema Nachhaltigkeit zu vermitteln, in Verbindung mit den SDGs zu bringen und dadurch neues Denken und Handeln auf kommunaler Ebene anzustoßen. Denn nur gemeinsam ist ein Wandel hin zu einer nachhaltigen und lebenswerten Zukunft möglich.“

Gregor Wilms, Bundesfreiwilliger

„Ich bin seit Juni 2022 Bundesfreiwilliger bei der Lokalen Agenda. Meine Aufgaben sind vor allem die Betreuung unseres Vereinspostfachs und Veranstaltungskalenders. Hinzu kommen assistierende, organisatorische Aufgaben sowie die Mitarbeit im Lokale Agenda Wettbewerb.
Während meines Bundesfreiwilligendienstes möchte ich daran mitwirken die nachhaltige Entwicklung Dresdens zu beschleunigen und mitzugestalten, weil ich glaube, dass es noch nicht zu spät für einen Wandel ist.“

Gemeinsam arbeiten wir an einem Dresden, das nachhaltig und langfristig agieren kann und einen lebenswerte Umgebung für alle Bürger:innen schafft. Ein Dresden, das an einem Strang zieht.

Jede:r kann Teil der Lokalen Agenda werden. Als Mitglied habt ihr die Möglichkeit eure eigenen Ideen in unsere Arbeit mit einfließen zu lassen. Ihr seid immer informiert über Nachhaltigkeitsaktivitäten in Dresden und bekommt Zugang zu unseren Kooperationsnetzwerken.

Haben wir euer Interesse geweckt? Dann meldet euch jederzeit bei uns. 

Hier findet Ihr unsere Beitragsordnung.

Hier geht es direkt zum Mitgliedsantrag.

Alles Wesentliche unserer Vereinsarbeit könnt Ihr in unserer Satzung nachlesen.

Vernissage der Landesausstellung „Bildung für nachhaltige Entwicklung in Sachsen“ 2022/23 im Kulturpalast

Als Kuratorin der diesjährigen Landesaustellung BNE lud die Lokale Agenda am 15. September zur feierlichen Vernissage in den Kulturpalast ein. In der Ausstellung werden 12 herausragende Projekte gezeigt, die sich für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung in Sachsen einsetzen. Ziel der Ausstellung ist es, interessante Projekte aus allen Bildungsbereichen der BNE darzustellen und in die Bevölkerung zu tragen und somit der BNE zu mehr Bekanntheit zu verhelfen. Deshalb wird die Ausstellung über das Jahr an verschiedenen Orten in Sachsen gezeigt, um möglichst vielen Menschen einen Besuch zu ermöglichen.

Nach der Begrüßung durch Marit Kunis-Michel, der kommissarischen Direktorin und Amtsleiterin der Städtische Bibliotheken Dresden startete der Abend mit einem Podiumsgespräch, in dem das Thema „Visionen für 2030 und der Beitrag von Bildungsinstitutionen“, in Anlehnung an das Thema der Ausstellung, behandelt wurde. Die Diskussionsrunde führte Christine Mantu mit Marit Kunis-Michel (kommissarische Direktorin und Amtsleiterin, Städtische Bibliotheken Dresden), Dr. Katrin Düring (Amtsleiterin Amt für Schulen, Landeshauptstadt Dresden), Dr. Antje Thiersch (Referatsleiterin Politische Bildung, Migration, Bildung für nachhaltige Entwicklung, SMK) und Juliane Pohlack (Referentin Nachhaltigkeit und BNE, Landesstiftung Natur und Umwelt).

Im Anschluss an das Podiumsgespräch wurde die Ausstellung eröffnet und wir konnten wir mit den Anwesenden ins Gespräch kommen, darunter auch einige Vertreter:innen der ausgestellten Projekte.

Das Thema der Wanderausstellung ist in diesem Jahr „Visionen für 2030 – Heldengeschichten von heute“. Die ausgestellten Projekte dienen als Inspiration, Wegweisende und Verbündete im gemeinsamen Bestreben für eine lebenswerte Zukunft. Die Ausstellung ist eine Einladung an alle Menschen jeder Alters- und Berufsgruppe, selbst aktiv zu werden und den Wandel mitzugestalten.

Mehr Informationen zur Ausstellung sowie alle weiteren Ausstellungsorte findet ihr im Beitrag.

September-Newsletter

Nachhaltige News im September

Unser September-Newsletter ist da! Mit unseren Projekten, Rückblicken und nachhaltigen News aus Dresden und Umgebung.

Viel Freude euch beim Lesen!

 

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Juli-Newsletter

Nachhaltige News im Juli

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Lokale Agenda Wettbewerb 2022: bis zum 25.07. bewerben

Es ist wieder soweit. Unser Lokale Agenda Wettbewerb geht in die 23. Runde. Das bedeutet: 23 Jahre werden mit diesem Wettbewerb nun schon beispielhafte Projekte und Engagement für eine nachhaltige Entwicklung Dresdens in die Öffentlichkeit gerückt.
Menschen und Initiativen, die sich für den notwendigen gesellschaftlichen Wandel einsetzen und innovative Ideen voranbringen, sollen durch die Teilnahme am Wettbewerb Wertschätzung erhalten, neue Inspirationen mitnehmen und sich mit anderen Aktiven vernetzen, um mehr Menschen zum Mitmachen anzuregen.


Zusammen mit unseren Partner:innen SachsenEnergie AG, dem LIONS Club und der Stadtentwässerung Dresden GmbH erhöht der Lokale Agenda 21 für Dresden e. V. mit diesem Preis die Sichtbarkeit der Projekte und würdigt deren engagierte Arbeit. Als finanzielle Auszeichnung sind die drei Preise mit insgesamt 6.000 Euro dotiert.

Dieses Jahr werden Projekte in den folgenden drei Kategorien ausgezeichnet:

  1. Bildung für nachhaltige Entwicklung und gesellschaftliches Miteinander
  2. Nachhaltige Kinder- und Jugendprojekte
  3. Publikumspreis mit dem Jahresthema „Kultur des Friedens“

Egal ob zivilgesellschaftliche Organisationen und Vereine, Unternehmen und Dienstleister:innen, Schülerinitiativen, öffentliche Bildungs- oder Forschungseinrichtungen, informelle Initiativen und Netzwerke – Wir freuen uns über all Eure Bewerbungen!

 

Haben wir Euer Interesse geweckt und Ihr wollt mehr erfahren, dann findet Ihr hier alle wichtigen Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung.

 

UN Day Dresden 2022 am 03. November – Save the Date

Festveranstaltung zum Tag der Vereinten Nationen 2022 mit Preisverleihung des Lokale Agenda Wettbewerbes

Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden, die Direktorin von UNUFLORES, Frau Prof. Dr. Edeltraud Günther und die Lokale Agenda für Dresden laden Sie herzlich zur Festveranstaltung zum Tag der Vereinten Nationen 2022 mit Preisverleihung des Lokale Agenda Wettbewerbs Fokusthema: Kultur des Friedensam Donnerstag, den 03. November 2022, um 18 Uhr, im Plenarsaal des Neuen Dresdner Rathauses, Rathausplatz 1, 01067 Dresden und im Livestream ein. In diesem Jahr holen wir für unsere Kooperationsveranstaltung Dr. Angela Kane, eine ehemalige Hohe Repräsentantin für Abrüstungsfragen der Vereinten Nationen, nach Dresden. Mit ihr möchten wir diskutieren, wie wir friedensstärkende Strukturen langfristig etablieren können und was kommunal zur Erreichung des Nachhaltigkeitszieles 16 (Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen) beigetragen werden kann. Die anschließende Preisverleihung des 23. Wettbewerbes der Lokalen Agenda würdigt Initiativen für ihr Engagement im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung Dresdens.

Keynote:
Dr. Angela Kane kann auf eine lange und bemerkenswerte Karriere (mehr als 35 Jahre) bei den Vereinten Nationen zurückblicken, in der sie vor Ort und in New York tätig war. Unter anderem war sie Untergeneralsekretärin und Hohe Repräsentantin für Abrüstungsfragen der Vereinte Nationen (UN) und Mitglied (20162019) und Vorsitzende (20192022) des (Council) Rats der Universität der Vereinten Nationen (UNU). Derzeit ist sie Sam Nunn Distinguished Fellow bei der Nuclear Threat Initiative in Washington DC.

Anmeldung erforderlich! Die Anmeldung wird am 28. September 2022 freigeschaltet.
Mehr Informationen unter
flores.unu.edu/UNDay

Dear Future Festival unterstützt mit Artwork die Lokale Agenda

Am 12. Juli waren wir bei der Büro Einweihungsparty der Zukunftsgestalten in der Konkordienstraße in Pieschen.

Höhepunkt der Veranstaltung war die feierliche Enthüllung des Artworks für das diesjährige Dear Future Festival, welches dieses Jahr wieder vom Dresdner Künstler Robert Richter gestaltet wurde. Das Bild wird als vom Künstler handsignierter Kunstdruck in stark limitierter Auflage verkauft. Je 1/3 des Erlöses geht an den Künstler Robert Richter, Zukunftsgestalten e.V. und die Lokale Agenda 21 für Dresden e.V.. Herzlichen Dank an Zukunftsgestalten, dass ihr uns ausgesucht habt!

Mehr Infos zum Artwork und zum Verkauf gibt es hier:

Mehr Infos

 

Das Dear Future Festival (bis 2021 Umundu-Festival) findet dieses Jahr vom 16. – 24.09.2022 im GEH8 und dresdenweit statt.

Geschrieben von Gregor Wilms

4. Runder Tisch Soziales Wohnen – Gemeinschaftliches Wohnen

Am 7. Juni 2022 lud die Beigeordnete für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen der Landeshauptstadt Dresden Frau Dr. Kaufmann zum 4. Runden Tisch Soziales Wohnen. Thematischer Schwerpunkt war „Gemeinschaftliches Wohnen in Dresden – Soziales Wohnen in und Projektinitiativen für vielfältige gemeinschaftliche Wohnformen“.

Wir waren mit dem Netzwerk Neues Wohnen in Dresden (NWID) an der Vorbereitung  der Veranstaltung beteiligt. Zudem wurde der Runde Tisch von unserer Geschäftsführerin Christine Mantu  moderiert. Der Einladung folgten ca. 50 Teilnehmende, welche sich auf vielfältige Art und Weise für gemeinschaftliches Wohnen in Dresden einsetzen.


Nach der Begrüßung durch Frau Mantu folgte ein Grußwort von der Beigeordneten Dr. Kristin Klaudia Kaufmann, in dem sie herausstellte, dass gemeinschaftliches Wohnen aktuell noch ein kleines Segment des Wohnungsmarktes sei, jedoch eine große gesamtgesellschaftliche Bedeutung habe, weil sich durch den demografischen Wandel die Haushaltsstrukturen verändern und individuelle Hilfsbedarfe zu nehmen. „Wir müssen dafür die notwendigen Infrastrukturen schaffen. Gemeinschaftliches Wohnen hört nicht an der Haustür auf. Es geht um nachhaltige Wohnungsangebote und eine bedarfsgerechte soziale Quartiersinfrastruktur“, so Frau Dr. Kaufmann.

Es folgten zwei Inputvorträge. Der erste wurde von Frau Dr. Romy Reimer vom FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e. V., Bundesvereinigung zum Thema „Gemeinschaftliches Wohnen und Neue Wohnformen- ein Gewinn für alle?“ gehalten. Das Forum ist eine bundesweite Vereinigung, die seit fast 30 Jahren existiert und sich für verbesserte Rahmenbedingungen für gemeinschaftliche Wohnprojekte und Neue Wohnformen einsetzt. Es vernetzt Akteure im Feld und transferiert Wissen und Erfahrungen aus der Projektpraxis. In ihrem Vortrag stellte sie verschiedene Ansätze und Konzepte für gemeinschaftliches Wohnen und Beispiele aus der Praxis vor. Darunter unter anderem das Kultur und Gesellschaftshaus STRAZE in Greifswald, das Wohnprojekt Ro70 eG in Weimar und das Spreefeld eG in Berlin.

In einem weiteren Inputvortrag stellte Frau Gabriele Gehm von der BauAG Kaiserslauten das Projekt „Nils“ (Nachbarschaftlich, inklusiv, lebenswert, selbstbestimmt) vor. „Nils“ besteht aus 56 barrierearmen Wohneinheiten, die teils freifinanziert und teil öffentlich gefördert werden. Zudem gibt es auch den gemeinschaftlich genutzten Bereich, die „Guud Stubb“, wo sich die Bewohner:innen des Quartiers treffen können. Mit dem Angebot solle die Breite der Gesellschaft erreicht werden, jung oder alt, ob mit oder ohne Pflegebedarf, so Gehm. „Wir holen das Dorf zurück in die Stadt. Das heißt, eine lebendige und starke Nachbarschaft in der sorgsam miteinander umgegangen wird“, betont Frau Gehm.

Anschließend wurden an drei Arbeitstischen die folgenden Leitfragen diskutiert:
Leitfrage 1: Mehrwert des gemeinschaftlichen Wohnens
Leitfrage 2: Herausforderungen zur Umsetzung gemeinschaftlicher Wohnformen
Leitfrage 3: Unterstützungsformen

Mehr Infos zu der Veranstaltung und die Ergebnisse der Diskussion findet ihr hier:

Zur Dokumentation

 

Weitere Infos zum Runden Tisch Soziales Wohnen.

Auf der Grundlage der Ergebnisse des 4. Runden Tisches wird vom NWID schon an einer Workshopreihe gearbeitet, die Termine werden wir für Euch über unsere üblichen Kanälen ankündigen!

Geschrieben von Gregor Wilms